Die erste Ladung fliegt über ihn hinweg und klatscht deutlich hörbar auf den Boden hinter ihm. Den Rest ejakuliert er laut stöhnend auf sein eigenes Hemd.
Als er fertig ist, beugt sich Franzi zu ihm vor und gibt ihm einen Kuss mit der Zunge. Dann steigt sie von ihm herunter und verbeugt sich vor uns wie eine Bühnenschauspielerin am Ende einer Vorstellung. Wir quittieren ihre Show mit frenetischem Beifall.
„Mega“, ruft Miriam, „das war Mega! Kann man dich buchen?“
Franzi grinst breit und sagt „Ich bin unverkäuflich. Aber dir mach ich‘s natürlich jederzeit gerne. Und zwar komplett umsonst.“ Sie schnappt sich den Würfel, wirft eine Drei, nimmt eine Karte vom Venus-Stapel und liest vor: „Du ... das gilt also für dich, Miriam ... du wählts unter den anwesenden Damen zwei Ladies aus, mit denen du ein Rollenspiel aufführst. Ihr seid Pornodarstellerinnen und spielt eine lesbische Dreierszene in einem Mainstream-Sexfilm.“
„Oh, wen soll ich da bloß auswählen, unter all den vielen Damen hier?“ lacht Miriam. „Vielleicht ... vielleicht nehme ich jene mit den besten Französischkenntnissen?“ Dabei schaut sie Marc an und grinst.
„So, das müsste dann auch in die Wäsche“, ist seine unpassende Antwort. Offenbar hat er Miriams Anspielung auf seinen Blowjob vorhin nicht mitbekommen, weil er damit beschäftigt war, Hemd und Unterhose auszuziehen. „Was glotzt ihr denn schon wieder so doof?“
Eine Sekunde herrscht Stille, dann lachen alle lauthals los. Alle, bis auf Marc. Und Tommy, dem irgendetwas zu dämmern scheint.
„Hat eigentlich jemand die Uhr im Auge?“ fragt Biggy in die Runde.
„No Problem“, erwidere ich, „es ist kurz nach Elf. Wir haben also noch reichlich Zeit bis Mitternacht. Aber gut, dass du mich dran erinnerst. Ich werd ‘nen Alarm auf eine Minute vor Zwölf stellen, damit wir’s nicht verpassen.“
„Draußen ist schon ordentlich was los“, sagt Tommy. „Ich verstehe einfach nicht, wieso einige Leute jetzt schon ihr Pulver verschießen...“
schreibt Amorelio