Simone lässt sich feiern

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Simone lässt sich feiern

Simone lässt sich feiern

Anita Isiris

Die Winternacht war kalt und klar. Eiskristalle hatten sich gebildet, und in der Luft lag dieser ganz spezielle Duft nach Kaminfeuerrauch, Zimt und Schnee. Simone wärmte sich an ihrem kleinen Elektro-Ofen. Ihre Erdgeschoss-Wohnung verfügte über kein Cheminée. Klar vermisste sie manchmal das Knacken des Feuerholzes, aber seit der Trennung von Olaf war sie zu Bescheidenheit gezwungen. Schlecht ging es ihr nicht, der Simone, aber da fehlten diese gewissen Extras, die das Leben ausmachen.

Mal andere Klamotten als immer nur H & M, Stiefeletten von Pasito, einen passenden Triumph-BH, der nicht einschnitt, und Weihnachtsleckereien. Vor allem fehlte es Simone an Zeit. Sie arbeitete als Verkäuferin fast rund um die Uhr, und mit Grausen sah sie den Festtagen entgegen, an denen die Dorfdrogerie, ihr Arbeitsplatz, bis Abends um 21:00 Uhr offen stand. Offen für wen? Nach 16:00 Uhr kamen nur noch wenige Kundinnen vorbei, allenfalls, um sich mit Perskindol, Wärmeflaschen und Derartigem einzudecken, aber zum grossen Reibach kam es in den nie enden wollenden Stunden nach 16:00 Uhr keinesfalls.

Simone seufzte und blickte sehnsuchtsvoll aufs Display ihres neu erworbenen Smartphones. „WIN A CLAUS“, war der Hit der Stunde für einsame Frauen wie sie. Mit einem Zahlenwettbewerb konnte man, an Hand eines Fotos und einer Kurzbiographie, einen Mann aussuchen. Einen Mann für die Nacht. Simone hatte sich mit Herzklopfen auf den Wettbewerb eingelassen – und gewonnen! Noch vor kurzem hätte sie sich nicht vorstellen können, sich auf eine Internet-Bekanntschaft einzulassen. Dank all den Social Media Einrichtungen war die Welt jedoch kleiner, intimer geworden. Es konnte durchaus sein, dass Frau via SMS mit dem Nachbarn gleich gegenüber Kontakt aufnahm. Oder dass das kleine Display dank einer fiesen, exakten Gesichtserkennung signalisierte, ob sich im ÖV gerade ein Typ befand, der möglicherweise zu ihr passte.

„Serious physiogomy“, hiess die App, die vielen Frauen im weiteren Verlauf zu intensiven Orgasmusfreuden verhalf. Der richtige Mann am richtigen Ort. Passend, was Konstitution, Bildung und Charisma anging.

Da blinkte der Screen. „YOU WON A CLAUS“, war da zu lesen, „DU HAST EINEN NIKOLAUS GEWONNEN“. Simones Herz rutschte ins Höschen. Sie hatte ihre Anschrift im Rahmen des Wettbewerbs bekannt gegeben und konnte problemlos geortet werden. Nach den Erfahrungen ihrer besten Freundin zu schliessen, der das Gewinnerinnenglück ebenfalls beschieden gewesen war, konnte es sein, dass der CLAUS in Kürze an ihrer Haustür klingeln würde. Zu gewinnen gab’s nämlich nur Männer aus der Umgebung. Die waren dann rasch vor Ort.

Simone rückte ihre Bluse zurecht, öffnete die drei obersten Knöpfe, ging ins Bad und betrachtete sich im Spiegel. Ihr langes blondes Haar war für Viele eine Attraktion – so dass sie sich oft fragte, womit denn Männer eigentlich schliefen? Mit Blondhaar? Mit Brüsten? Mit einer Muschi? Oder gar mit der Seele einer Frau? Letzteres gelang wohl nur den Begnadeten unter ihnen. Sex war zu einer selbstverständlichen Ware geworden – und es gab im aufgeklärten Europa kaum mehr eine junge Frau, von der nicht irgendwo Nacktphotos ins Internet hochgeladen worden waren. Auch von Simone existierten solche Bilder, klar, und es waren sogar ein paar Muschifotos dabei. Sie hatte sich dem nicht widersetzen können. Sie zählte einfach auf die Anonymität der Masse, der Masse all der Trillionen titten- und pozeigenden Frauen, die die Server und Harddisks dieser Welt füllten.

Da klingelte es. Simone schluckte leer. Sie war geil und in Festtagsstimmung, klar, und in wenigen Tagen war Weihnachten. Aber gleich einen unbekannten CLAUS in die Wohnung einladen?

Als sie die Haustür öffnete, sah sie sich gleich drei Nikoläusen gegenüber! In ihrem Outfit wirkten sie keineswegs bedrohlich, und sie hatten auch keine Ruten dabei, sagen wir mal, keine klassischen Nikolausruten.

Die drei Männer glichen sich wie ein Ei dem andern – oder sahen sich noch ähnlicher als Eier untereinander. „Wir sind Drillinge“, sagte der Vorderste zu ihr und liess ein fröhliches Lachen aufblitzen. „YOU WON A CLAUS“.

Wie ein Passwort klang das – und Simone war mit einem Schlag klar, worauf sie sich da eingelassen hatte. Drei Männer! Drei verkleidete Männer! Bestimmt hatten sie beim herkommen Gedanken, Phantasien ausgetauscht. „Ich nehm sie von hinten“ und so. Simone war nichts fremd. Mit ihrem Ex-Lover hatte sie viele Pornos gesehen und sich stimulieren lassen von all den Positionen und Outfits, die ihr in 3D entgegenkamen.

„Dürfen wir reinkommen?“ Was Simone etwas irritierte war die klare Absicht hinter dem Treffen. Es war ja nicht so, dass diese drei Männer sie auf einen Kaffee besuchten. Sie kamen um sie zu ficken.

Umständlich zogen die drei sich ihre Stiefel aus, lächelten Simone zu und betraten ihre kleine Wohnung. Sofort entstand ein Gedränge; Ausweichmöglichkeiten im engen Korridor gab es keine. Je mehr die Männer sich entblätterten, desto aufgeregter wurde Simone. Ob sie dieser geballten Energie standhalten würde? Der Energie von drei Nikoläusen? Was hatten sie mit ihr vor? Ihre Freundin Anna hatte ihr verschwiegen, dass „YOU WON A CLAUS“ zu dritt auftraten. Anna wohnte ganz in der Nähe. War sie ebenfalls diesen drei gut aussehenden Jungs gegenüber gestanden? Je weniger sie anhatten, desto strahlender und stärker wirkten sie. Enge Leggings. Knackige bunte Unterhemden. Was störte, waren die Bärte – doch sie entledigten sich auch ihrer künstlichen Bärte. Die drei Nikoläuse waren glattrasierte, hübsche Kerle! Drillinge!

„Möchtet Ihr… einen Tee?“, sagte Simone und hüstelte verlegen. „Aber ja doch, Süsse…“. Die drei folgten ihr in die Küche und setzten sich an den Tisch. Simones Küche war grosszügig gebaut, der Lebensmittelpunkt ihrer Wohnung sozusagen, und die Nacht leckte an den Eiskristallen der beiden grossen Küchenfenster.

Von Küchensex hatte Simone immer geträumt. Ihr Ex-Lover war immer ohne Fantasie an „die Sache“ heran gegangen, Hautpsache, er konnte sie ein bisschen befummeln und dann eindringen. Infantil irgendwie – wohl auch einer der Gründe, weshalb sie sich getrennt hatten.

Jetzt bestand eine geballte Aussicht auf Küchensex mit „YOU WON A CLAUS“. Einer der Nikoläuse stand auf und trat von hinten an Simone heran, die an der Anrichte stand und mit dem Teewasser hantierte. Er legte die Arme um sie und schmiegte sich an ihren Po. Sofort war Simone erregt. Was machte der Mann da? Sie stand mit dem Rücken zum Tisch, war also ihren Besuchern abgewendet, und konnte deren Blicke nur erahnen.

Die Fensterscheiben waren etwas beschlagen, wegen des Wasserdampfs, und die Atmosphäre heizte sich zusehends auf. Der Mann liess sein Becken kreisen; Simone konnte seine Routine nur erahnen. Erst streichelte er ihren Bauch, dann legte er seine Hände an ihre Brüste. Der Stoff ihrer Bluse war hauchdünn, und ihre Nippel wurden augenblicklich steif. Simone war hochempfindlich. Der „CLAUS“ machte seine Sache gut – sehr gut sogar! Gezielt massierte er jetzt ihre Brustwarzen. Immer drängender schmiegte er sich an sie. „Hast Du Eier?“, raunte er ihr ins Ohr. „Ob ich was…?“, fragte Simone verwirrt zurück. „Und Mehl?“, erkundigte er sich. „Zucker…?“

Simone wusste nicht wie ihr geschah. Sie bückte sich zur Backschublade und entnahm ihr Mehl und Zucker. Dann öffnete sie den Kühlschrank.

Der Teetopf sirrte auf dem Herd, draussen waberte die Winternacht. Leise hörte man das Knacken, das beim Öffnen spanischer Nüsse entsteht. Der Mann hinter Simone machte sich an ihrer Bluse zu schaffen, knöpfte sie ganz auf. Gespannt verfolgten die andern beiden Besucher all seine Bewegungen. Als Simones hübscher schwarzer BH frei gelegt war, hielten sie den Atem an. Simone stand auf schwarze Kleidung – Unterwäsche inbegriffen. Sie fand, dass schwarze Klamotten wunderbar mit ihrem langen blonden Haar kontrastieren, mit ihrem Haar, das sie meist zu einem Pferdeschwanz zusammenband. Sie fand, dass ihr dies ein sportliches Aussehen verlieh. Simones Figur war eher als sportlich zu bezeichnen. Flacher Bauch, leicht hervor tretende Hüftknochen, süsser Knackpo. Ihre Brüste waren eine Klasse für sich. Keck und prall waren sie, kleine Äpfelchen im Goetheschen Sinne. „Der Äpfelchen begehrt‘ er sehr“, hat dieser ja einst geschrieben. Äpfelchen als Metapher für Lust, Freude, Aufregung, Sinnlichkeit, visuelle Begierde. Äpfelchen als Metapher für das Zentrum der Welt schlechthin – für den weiblichen Busen.

Simone streifte mit eleganten Schulterbewegungen ihre Bluse ab und stand nurmehr mit Hose, Fellpantoffeln und BH bekleidet, vor den drei Besuchern. „Darf ich mich erst mal vorstellen? Ich bin Stefan“, raunte ihr der Mann hinter ihr ins Ohr. „Und das sind meine Brüder Marc und Tom.“ Er wandte sich zu den beiden Jungs und zwinkerte ihnen zu. Dann öffnete er mit geübtem Griff Simones BH-Verschluss.

Da sie den Männern noch immer mit dem Rücken zugewandt dastand, wurden diese ganz kribblig. Simones Busen weckte ihre volle Neugier. Stefan legte seine Hände an ihre Brüste und knetete sie sanft. Er küsste ihren Hals und liess weiterhin sein Becken an dem ihren kreisen – es sah ein bisschen aus wie Lambada. Simone war jetzt zu allem bereit. Womit sie nicht gerechnet hatte, war, dass Stefan sich von ihr löste, dem Küchenschrank eine Tonschale entnahm, den Eierkarton öffnete, der neben dem Kühlschrank stand und am Rand des Gefässes ein Ei zerschlug. Den Inhalt schüttete er in die Tonschale, schüttete etwas Zucker und Mehl dazu und verrührte das Ganze zu einer Paste. Dann trat er wieder hinter die erstaunt dreinblickende Simone und verteilte den Inhalt auf ihrem Oberkörper. Ihre Brustwarzen reagierten sofort auf das kühle Nass. „Es ist wohl besser, wenn Du Dich Deiner Hose entledigst“, riet ihr Stefan und öffnete den Druckknopf. „Komm jetzt.“ Nur mit Höschen und Pantoffeln bekleidet, stand Simone nun in ihrer Küche und war etwas ratlos. Was hatten die Männer mit ihr im Sinn?

Nun hielten es Marc und Tom nicht mehr aus. Sie standen auf, kamen um den Küchentresen herum zur Spüle und gingen vor Simone in die Knie. Marc leckte Eigelb aus ihrem Bauchnabel. Tom küsste liebevoll ihre Hüfte. „Komm zum Tisch, Kleines“, forderte Stefan die verwirrte Frau auf – und sie tat wie ihr geheissen. Wenig später lag sie auf dem Küchentisch, und die drei „WIN-A-CLAUS“-Männer machten sich über sie her, um sie zu vernaschen. Sie zogen ihr die Pantoffeln aus, leckten ihre Füsse und verteilten drei weitere Eidotter auf ihrem Körper. „Und dann? Wollt Ihr mich backen…?“, fragte Simone leise. „Das nicht gleich – aber Deine Backen interessieren uns schon.“ Tom hatte in einer weiteren Küchenschublade Schokostreusel entdeckt. Er rieb Simone damit ein und sie aalte sich unter den Händen der Drillinge. Sie bewegte ihr Becken auf derart geile Weise, dass Marc nicht anders konnte als ihr das Höschen auszuziehen.

Simone war totalrasiert und präsentierte den drei Männern ihre geilen, prallen Schamlippen. Stefan schmierte Eigelb und Schokostreusel dazwischen. „Dreh Dich um, komm“, forderte er sie auf. Simone im Vierfüssler, in ihrer eigenen Küche, auf ihrem Tisch, den ihr Ex-Lover gezimmert hatte, und das Teewasser dampfte noch immer. Keiner kam dazu, den Topf vom Herd zu nehmen. Keiner wollte etwas verpassen. Liebevoll massierte Tom Simones Anus. „Süsses Löchlein“, flüsterte er rau. Ihre Wangen waren feuerrot, und ihr Haar klebte an Stirn und Rücken.

Im Nu entledigten sich die Drillinge ihrer Hemden. Die Beulen in ihren schwarzen Leggings waren nicht zu übersehen. Sie waren ein eingespieltes Team. Stefan legte seinen Schwanz frei und träufelte Eigelb und Zucker auf seine Eichel. „Probier mal“, forderte er Simone auf. Energisch stiess er in ihren Mund. „Mmmmpf…“, sagte sie, während Tom weiterhin ihr Poloch kitzelte und Marc ihre Brüste knetete, als wären sie aus Teig.

Die Schweinerei war nicht zu beschreiben. Der Boden war glitschig, überall gelbe und braune Flecken, und der Wasserdampf mischte sich mit Mehlstaub. Die Vier kamen in Fahrt und Simone konnte es kaum erwarten, endlich gestossen zu werden. Es war Marc, der die Führung übernahm, auf einen Holzschemel stand und Simone als Erster von hinten bumste.

Alle waren geil wie Frettchen, und Simone vergass alle Hemmungen. Sie drückte das Kreuz durch, damit Marc noch besser in sie eindringen konnte. Genussvoll lutschte sie an Stefans Gemächt. Für eine kurze Weile zog sich Tom zurück und wichste mit klebrigen Fingern.

Simone liess sich feiern. Bereitwillig gab sie den drei Nikoläusen ihren Körper und öffnete ihnen ihr Innerstes. „Süsses Fötzchen“, grummelte Marc. „Wirklich süss.“ Abwechslungsweise flutschte er in ihren Anus und dann in ihre rasierte Möse. Dazu verteilte er weitere Schokostreusel auf Simones Rücken.

Simone liess sich feiern – auch anschliessend in ihrer kleinen Badewanne. Es kam zu massivem Sex; die Drillinge waren unermüdlich und werkelten freudig an ihr herum.

Blitzsauber verliess der liebende Vierer die Nasszelle – und die wohlerzogenen Nikoläuse räumten die Küche auf – bis aufs hinterste und letzte Mehlstäubchen, während Simone sich, in einen Bademantel gehüllt, auf ihrer Couch von den Strapazen erholte. Drei Schwänze waren wohl etwas viel gewesen für sie – aber es würde bei diesem einen Mal bleiben. Bei diesem einen, wirklich genussvollen Mal, in dem sie sich von „WIN A CLAUS“ hatte verwöhnen lassen. Sie sippte an ihrem Schwarztee und beobachtete Männer, die sie in den letzten Stunden so gut hatte kennenlernen dürfen.

Als die Drillinge sich von ihr verabschieden wollten, war Simone eingeschlafen.

Als ihr Wecker schrillte, lag nicht auf der Couch, sondern im Schlafzimmer in ihrem Bett.

Simone hatte geträumt und sich sozusagen in Morpheus‘ Welt feiern lassen. Sie seufzte, spürte diese gewisse Wärme im Bauch und bereitete sich mental auf einen weiteren Arbeitstag in ihrer Dorfdrogerie vor – zwischen Perskindol, Wärmeflaschen und Derartigem.

Dann wurde es Weihnachten.

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