Sina und der Aal

6 5-8 Minuten 0 Kommentare
Sina und der Aal

Sina und der Aal

Anita Isiris

Man muss nämlich wissen, dass diese Erzählung in früheren Zeiten spielt, wo der Fantasie eine grössere Rolle zukam als heute und Prinzen noch in Moral und Sitte erzogen wurden. Er schwamm näher heran. Das war doch… nein, das war wirklich zuviel für ihn. Wie seine Geliebte ihren Unterleib bewegte, langsam und kreisend... wie sie ihr Becken vorschob… wie sie ihre Muschel spreizte… der Aal wurde dermassen steif, dass er kaum mehr zum Schwimmen in der Lage war und im schlammigen Boden versank. Tags darauf wiederholte sich das Schauspiel. Erst nach einer Woche wurde dem Prinzen-Aal sein anatomisches Interesse zum Verhängnis. Fasziniert lag er vor Sina im Wasser und näherte sich ihrem Liebesloch, an dem Sina mit ihren zartgliedrigen Fingern herumspielte. Ob er sich da drin wohl fühlen würde? Er konnte den Gedanken aber nicht zu Ende denken. Energisch fasste ihn die Geliebte in der Leibesmitte und zog ihn aus dem Wasser. „Hab ich dich endlich!” lachte Sina triumphierend und hielt ihn in die Höhe. „Was fällt dir denn ein? Hm?” Der Prinzen-Aal erschreckte sich dermassen, dass ihm die Worte im Hals stecken blieben und er nicht einmal seine wahre Herkunft erläutern konnte. “Den Kopf abschlagen lassen werde ich dir!” Der Aal war aber von Sinas nacktem Oberkörper dermassen hingerissen, dass er sein nahendes Ende ignorierte. Wie ihre Wangen glühten! Die Hibiskusblüten in ihrem Haar! Selbst ihre nussbraunen Augen waren hibiskusblütenförmig, eine Eigenheit vieler Südseefrauen. Diese geschwungenen Schultern! Sinas Brüste faszinierten ihn dermassen, dass er sich erneut versteifte.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 6434

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben