Er antwortete: „Natürlich, da passe ich schon auf! Sagen sie ruhig Willi zu mir…ich meine, sie können mich ruhig duzen.“ Renate lächelte freundlich. Der junge Mann gefiel ihr immer besser. Sie hatte das befreiende Gefühl, dass ihr Willi eine Menge Arbeit abnehmen konnte. Dennoch wurde sie noch deutlicher, was Annegret anging.
„Meine Tochter ist ein wahrhafter Wildfang, auf den man gut aufpassen muss! Traust du dir das denn zu, Willi? Bei meinem Mädchen helfen manchmal nur ganz bestimmte Maßnahmen. Anne will gern ihren Dickkopf durchsetzen und dann braucht es eine Ermahnung. Die wirkt bei ihr am besten auf der hinteren Seite, wenn du verstehst…“ Willis Lächeln bewies, dass er wusste, was Renate damit meinte.
Ihr Schuss ins Blaue verfehlte seine Wirkung in keinster Weise. Der 19-jährige Tankwart erwiderte:
„Ich möchte auch, dass Annegret einen guten, mittleren Schulabschluss schafft. Ich bin ja nur auf die Volksschule gegangen und habe mit 14 meine Lehre begonnen. Es ist heutzutage wichtig, eine höhere Schulbildung vorweisen zu können. Frau Böhm, ich verspreche ihnen, dass ich Anne übers Knie legen werde, wenn sie sich nicht genügend anstrengen sollte. Ich unterstütze sie da voll und ganz…“ Renate lächelte. Der junge Mann wirkte sehr überzeugend auf sie. Der Mutter kam ein Gedanke, den sie gleich in die Tat umsetzen wollte. Wie würde Anne wohl reagieren, wenn sie erfuhr, dass die Mama ihren Angebeteten bereits kannte? Renate Böhm sah Wilhelm freundlich an.
Die attraktive Frau lud Willi ein, heute Abend zum Essen zu kommen. Anne würde Augen machen, wenn ihr Freund plötzlich am Tisch saß! Renate freute sich genau so darauf wie Willi, der es ebenfalls kaum erwarten konnte. Der junge Tankwart strahlte, als er erfuhr, dass es Wiener Würstchen mit Kartoffelsalat geben sollte. Willi mochte deftige Hausmannskost, was man ihm ein klein wenig ansah.
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