Er verabschiedete sich von Renate, da seine Mittagspause bald zu Ende ging. Willi trällerte ein Lied, als er gut gelaunt aus dem Laden trat. Renate freute sich, dass Anne so einen netten Freund gefunden hatte. Sie kam immer mehr zu der Überzeugung, dass das Mädel sehr gut aufgehoben war.
Zur selben Zeit kam Theresa nach Ruteberg zurück. Sie freute sich ganz besonders darauf, Käthe wiederzusehen. Theresa hatte das Mädchen vermisst, mit dem sie so viel verband. Resas erster Povoll erfolgte ja beinahe parallel zu Käthes Strafe. Danach rangelten die Mädchen auf dem Bett, sorgten dafür, dass die schlimmsten Sitzbeschwerden rasch verflogen. Als Theresa nun Käthes Zimmer aufsuchte, sah sie, dass ihre Freundin nicht alleine war. Inge hockte auf Käthes Bett. Die Mädchen teilten ja das Zimmer, aber das war es nicht, was Theresa störte. Sie spürte einen Stich, fühlte wieder diese aufflammende Eifersucht. Resa schaffte es einfach nicht, diese Gefühle in die rechten Bahnen zu lenken. Anstatt ihrer Freude über das Wiedersehen Ausdruck zu verleihen, benahm sie sich zickig. Käthe merkte gleich, was da los war. Sie fand Theresas Verhalten unmöglich.
„Ich störe wohl…kann ja wieder gehen. Anscheinend unterhältst du dich ja lieber mit Mädchen, die dir nicht gewachsen sind oder Käthe?“ Inge glaubte, sich verhört zu haben und Käthe ging es genauso. Dieser arrogante Tonfall war einfach schwer zu ertragen. Käthe sagte Resa die Meinung:
„Du spinnst wohl! Wie redest du denn mit uns? Dafür wirst du dich bei Inge entschuldigen, Theresa!“
Resa lachte hysterisch, ehe sie brüllte: „Von wegen! Du bist bestimmt nicht meine Mama, Käthe!“
Dann knallte sie die Tür so heftig hinter sich zu, dass Inge und Käthe Angst bekamen, dass sie aus dem Rahmen fallen könnte. Das weinende Mädchen rannte die Flure entlang, bis sie sich in ihrem Zimmer aufs Bett warf. Ihre Mitbewohnerin Molly sah sie mit großen Augen an.
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.