Sklavenmarkt

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Sklavenmarkt

Sklavenmarkt

T. D. Rosari

Die Frauen standen regungslos da und rührten sich nicht. Sie mussten die Käufer gewähren lassen – was blieb ihnen auch anderes übrig? Immerhin waren sie in diesem Rollenspiel die Sklavinnen!
In dieser zweiten Bewertungsrunde ging es nicht nur um die Beziehung zwischen Sklavin und Käufer. Da war noch eine dritte Gruppe, und zwar die Gruppe der Händler. Meist waren es die realen Partner der Sklavinnen. Sie wussten, was ihrer besseren Hälfte zuzumuten war. Und es war erstaunlich, womit sie sich einverstanden erklärten. Das Betatschen von Brüsten und Ärschen war sowieso kein Tabu. Manche Käufer äußerten aber auch den Wunsch, der Sklavin zwischen die Beine greifen zu dürfen, um ihre sexuelle Bereitschaft zu überprüfen. Die meisten Händler ließen die Käufer gewähren, als sei es das Selbstverständlichste auf der Welt.
Jedes Mal aufs Neue war Nate fasziniert von dieser Parallelwelt. Diese Sklavenmärkte funktionierten nach völlig anderen Regeln, die Normen der Welt da draußen schienen komplett außer Kraft gesetzt. Hier kamen Begierden und Sehnsüchte an die Oberfläche, die von mächtigen, manchmal auch dunklen Trieben befeuert wurden. Erstaunlich war, wie sehr sich die Beteiligten auf ihre neuen Rollen einlassen und sich von den Fesseln der sonst üblichen Regeln befreien konnten. Er selbst tat sich damit schwer. Es war nicht so, dass er diese Szenerie nicht erregend fand. Aber trotzdem ertappte er sich die ganze Zeit dabei, wie er das Gesehene soziologisch oder psychologisch einzuordnen versuchte. Doch wer analysierte, konnte nicht genießen. Davon war Nate überzeugt.
Also griffen die Käufer den Sklavinnen lustvoll zwischen die Schenkel. Nate hatte es noch nie erlebt, dass die Hände der Männer danach nicht feucht im diffusen Licht des Clubs schimmerten. Die Geilheit aller Beteiligten war zum Greifen, im wahrsten Sinne des Wortes. Nate studierte verblüfft die Gesichter der Frauen.

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