Sie standen regungslos da und starrten ohne Fokus in die Tiefe des Clubs. Ihnen war es ohne Erlaubnis ihrer Händler nicht erlaubt, den Kunden in die Augen zu schauen. Die Sklavinnen bemühten sich, unbeteiligt zu wirken. Manchmal zuckte ein Augenlied, wenn der Händler einer eingehenden Überprüfung ihrer Möse zustimmte. Oder es zuckte ein Mundwinkel, wenn sich gierige Männerhände zwischen die Schenkel der Frauen schoben. Die Augen leuchteten immer: Da war Respekt zu sehen, natürlich Lust, Erwartung, Nervenkitzel.
Die Badezimmertür ging auf und Nate wurde aus seinem Tagtraum gerissen. Bridget war fertig mit dem Schminken. Sie war nackt, mit Ausnahme des Halsbands, das ihr Nate umgelegt hatte.
„Unternehmen wir endlich etwas Aufregendes?“, hatte Bridget erwartungsvoll gefragt, als ihr Nate das Choker-Halsband umlegte. Wenn Bridget das Halsband trug, schlüpfte sie in die Rolle der Unterwürfigen. Dann galten andere Regeln für sie. Eine dieser Regeln besagte, dass ihr Nate keine Rechenschaft schuldig war.
„Du weißt genau, dass du als Sub keine Fragen zu stellen hast!“, erklärte Nate folgerichtig. Bridget schluckte. Sie liebte es, wenn sich Nate auf das Spiel mit Dominanz und Unterwürfigkeit einließ. Trotzdem fiel es ihr manchmal schwer, die Zügel und die Kontrolle abzugeben. Zu sehr war sie im Alltag gewohnt, den Ton anzugeben.
„Sie haben recht, Sir!“, sagte Bridget rasch. Am Anfang mussten Nate und Bridget über die geänderten Umfangsformen, die ihr Arrangement vorsah, kichern. Doch nach einer Weile gewöhnten sich die Beiden an die plötzlich herrschende Hierarchie in ihrer Beziehung. Langsam, aber mit Wonne, schlitterte Bridget in ihre Rolle als unterwürfige Dienerin.
„Zieh‘ dich an. Die wirst heute Abend diese Sachen tragen!“ Nate deutete auf die Mode, die er auf dem Ehebett zurechtgelegt hatte. Bridget riss sie Augen auf.
Sklavenmarkt
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