Sklavenmarkt

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Sklavenmarkt

Sklavenmarkt

T. D. Rosari

Ein guter Dom zeichnete sich durch Souveränität aus! Doch Nervosität und Erregung führten dazu, dass seine Kopfhaut juckte. Bridget sah jetzt tatsächlich wie eine Sexarbeiterin aus, aber auf eine viel drastischere und realistischere Art und Weise, wie es Nate je für möglich gehalten hatte. Nate spürte, dass seine Hände einmal mehr feucht wurden. Die Durchblutung seines Schwanzes steigerte sich merklich, gleichzeitig krampfte sich etwas in seinem Magen zusammen. So fühlte sich eine sexuelle Grenzüberschreitung an, schoss es Nate durch den Kopf. Beim Anblick seiner nun so fremd wirkenden Frau fragte er sich trotzdem, ob er nicht zu weit gegangen war.
Nates Zweifel dauerten aber nur wenige Sekunden. Denn Bridget fühlte sich wohl in ihrer Haut.
Nicht, dass sie dies zugegeben hätte: Ihr Gesichtsausdruck vermittelte noch immer gekränkten Stolz. Sie würdigte Nate keines Blicks. Aber das Funkeln in ihren Augen, die Art, wie sie sich bewegte und beiläufige Gesten wie das Zurechtrücken der kurzen Jacke verrieten sie. Sie stellte sich vor den Spiegel, drehte sich zur Seite. Bridget bemühte sich weiterhin um ihren beleidigten Gesichtsausdruck. Das zarte Rot, das auf ihren Wangen entstanden war, verriet jedoch ihre Erregung. Ihr Kopf lehnte ab, was sie sah. Ihr Lustspalte aber signalisierte das absolute, totale, nasse Gegenteil.
„Bist du jetzt zufrieden?“, fragte Bridget trotzig.
„Noch nicht ganz!“, erklärte Nate streng. Dann holte er das winzige Täschchen hervor, das perfekt zur Jacke und zum Minirock passte. Er hatte Kondome, Bridgets Kosmetika und eine Packung Zigaretten samt Feuerzeug in die Handtasche gepackt. Nicht, dass Bridget rauchte. Nate aber fand, dass diese Utensilien zum Klischee passten.
„Du hast also auch ans Nuttentäschchen gedacht! Wie rücksichtsvoll!“, schimpfte Bridget und nahm die Tasche entgegen.
„Ich werde heute mit dir den Höchstpreis erzielen! Alles andere ist mir egal!“, erklärte Nate kühl. „Komm‘ jetzt!“ Dann half er Bridget in einen langen Mantel, der sie auf dem Weg in den Club halbwegs gesellschaftsfähig machte. Bridget wehrte sich nicht, sie lamentierte nicht, sie legte das Halsband nicht ab. Sie tat, was Nate gefordert hatte. Jetzt wusste Nate, dass er Bridget am Hacken hatte…

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