So ne Matscherei

Keiner von euch kennt mich wirklich! - Teil 2

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So ne Matscherei

So ne Matscherei

Jo Diarist

Ihr Atem geht so gepresst, dass einem Angst werden kann, und jetzt sehe ich auch, welche Mengen Flüssigkeit sie produziert.
Schubweise drückt sie es heraus. Es läuft meinen Handrücken herunter, tropft ab und vergrößert die Pfütze auf dem Boden.
„Uuuuhhhmmpf!“ Ein tiefer Ton markiert Inas Höhepunkt. Sie schlingt ihre Arme um meinen Hals, und mit Zittern und Beben entlädt sich ihre Anspannung.
Stille, bis auf die sich langsam beruhigenden Atemzüge von Ina und mir. Arme, die so kraftlos an mir hängen wie der Kopf von Ina, der auf meiner rechten Schulter ruht. Alles um uns herum haben wir in diesen lustvoll ausgelebten Minuten ausgeblendet, und ganz langsam dringt die Umwelt wieder in unser Bewusstsein.
Gedämpft durch die dicken Mauern des alten Gebäudes die Musik aus dem Zelt. Hauptsächlich die Bässe und das Hämmern des Schlagzeugs höre ich. Ein paar unverständliche Stimmen vom Gang, der zu den Toiletten führt. Lautes Quietschen von Reifen auf dem Asphalt. Schimpfen mehrerer Stimmen. Sind es Gäste der Feier, die die Straße auf dem Weg zur Toilette queren wollten, oder die Personen aus dem Auto, das deswegen eine Notbremsung gemacht hat? Egal – all das holt mich in die Wirklichkeit zurück, und wie das nach der Befriedigung so ist, beginnt der Verstand wieder normal zu arbeiten.
Wieder einmal war ich schwanzgesteuert! Wieder einmal hat die Geilheit mein rationales Denken ausgeschaltet! Ohne an irgendwelche Folgen zu denken, habe ich die Frau eines Mannes gevögelt, der mit den Folgen seines Unfalls schon genug gestraft ist.
Mein Gewissen prügelt auf mich ein, und dennoch bringe ich es nicht über mich, mich von Ina zu lösen. Immer noch hängt sie an mir, als wolle sie mich nie mehr loslassen. Als sei es für sie das Schönste auf der Welt, körperliche Nähe nach einem Akt in höchster Lust zu fühlen.

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