Der Boden war teilweise mit Gras oder Moos überzogen. An einer Stelle, an der der Pfad sich etwas abseits des Wassers befand, verließ ich den schmalen Weg und bewegte mich zwischen den Bäumen hindurch über den moosigen Boden Richtung Wasser. Ich wollte meine Schuhe ausziehen, die Füße ins Wasser baumeln lassen und einfach die Natur und Stille genießen. Ich hatte bereits den perfekten Platz zwischen zwei Bäumen direkt am Wasser gefunden, meine Schuhe und Socken ausgezogen, als ein freundliches „Hallo“ mich zusammenzucken ließ. Ich blickte nach rechts und sah in die strahlend blauen Augen einer jungen Frau, die es sich direkt neben einem Baum auf ihrer karierten Decke bequem gemacht hatte. Ich konnte nicht anders und ließ meinen Blick über ihren gesamten Körper gleiten, noch bevor ich zögerlich ebenfalls mit „Hallo“ antwortete. Was ich sah, verschlug mir fast den Atem. Sie hatte kurze blonde Haare, ein schmales hübsches Gesicht. Sie war schlank und nur mit ihrer Unterwäsche bekleidet. Sie trug einen grünen Spitzen BH und dazu einen passenden String Tanga. Der allerdings war so durchsichtig, dass ich ohne große Anstrengung gut erkennen konnte, dass sie offensichtlich komplett rasiert war. Ich musste sie wohl etwas dümmlich angestarrt haben, denn sie fragte mich mit tatsächlich etwas sorgenvollem Blick, ob denn alles OK sei.
„Ja, ja“, antwortete ich zögerlich und musste dabei schlucken. Ich deutete kurz auf das Stück Mooswiese neben ihr und fragte ganz knapp „Noch frei?“.
„Klar. Mach Dich einfach breit“, war die ebenfalls recht knappe Antwort.
Da ich nichts dabei hatte setzte ich mich einfach auf den moosigen Waldboden, stemmte meine Arme nach hinten und starrte eine Weile auf das leicht gewellte Wasser, in dem sich die Sonne spiegelte. In der Ferne konnte man einige Stimmen hören, aber zu weit weg, um etwas verstehen zu können.
Sommer am Flussufer
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Sommer am Flussufer
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