Sommerkleid

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Sommerkleid

Sommerkleid

Marc R. Kuhn


Eigentlich müsste ich dich mit einem Handkuss begrüßen, aber wir leben ja in unzivilisierten Zeiten, also streichle ich dir nur mit einem Finger über den Handrücken, als ich sie in die meine nehme und mich vorstelle.
Dein Name klingt noch in meinen Ohren, als ich merke, dass ich deine Hand noch in meiner halte. Verlegen will ich loslassen, als du mit einem wissenden Lächeln den Kopf nur angedeutet schüttelst. Meine Finger nicht gehen lässt und mich zurück zu meinem Tisch ziehst, als wäre es der deine. Nein korrigiere ich mich mit einem Lächeln. Der unsrige.
Ich stehe kurz mit offenem Mund da, als du elegant, und unbestritten sexy auf die Sitzbank gleitest.
Bin ein wenig überwältigt von deiner Nähe und meiner Reaktion auf dich. Wie erregt ich bin. Auf jeder Ebene. Ja, da unten spannt es sehr angenehm in meiner Hose, aber gleichzeitig erfüllst du alle Sinne mit deiner Ausstrahlung, deiner Schönheit und lässt meine Gedanken rasen vor Fantasie und Möglichkeiten. Am intensivsten ist jedoch die Gewissheit, dass es nicht beim Träumen bleiben wird.
Trotzdem schaffe ich es halbwegs die Illusion aufrecht zu halten noch bei Verstand zu sein.
Wir unterhalten uns über all die kleinen Dinge, die einem dabei helfen zueinander zu finden, den anderen ein zu schätzen und klären, ob man auf einer Wellenlänge liegt. Sowas von unnötig. Den Moment, der das geklärt hat, haben wir schon längst hinter uns.
Sind dies aber nicht gewohnt, halten uns daher an die bekannten Rituale und genießen den anderen einfach nur. Reden und liegen uns doch eigentlich schon in den Armen, schweigen, lächeln und küssen uns eigentlich schon längst, weil alles wesentliche gesagt ist.

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