Er hat nicht die Spur einer sadistischen Ader. Er ist gegen jede Form von Gewalt und würde mich von sich aus niemals schlagen. Er macht es allein mir zuliebe.” Vic ließ ihren Zuhörern einen Augenblick Zeit, die Erläuterung sacken zu lassen. „Wir handhaben es so: Wenn Ken mich gekränkt oder geärgert hat, verlange ich, dass er mich durch Spanking in Stimmung bringt – und ich allein entscheide, ob es noch zu Sex kommt. Mache ich mich schuldig, dient es als symbolische Strafe – und danach gehört mein Körper ihm.“
„Obwohl es mich immer noch irritiert, gegen Vic tätlich zu werden, kann ich das inzwischen gut ausblenden”, ergänzte Ken. „Ich denke darüber praktisch gar nicht mehr nach. Mir gefällt es, Vic in gewissem Sinn in der Hand zu haben und ihr Verlangen zu wecken. Dass wir im Anschluss nicht im Bett landen, weil sie zu sauer auf mich ist, kommt extrem selten vor.”
„Und das habt ihr so miteinander vereinbart?” Olav schaute seine Gäste skeptisch an.
Vic schüttelte den Kopf. „Nicht in einem förmlichen Sinne. Das meiste hat sich einfach so ergeben. Wir mussten nichts ausdrücklich festlegen und haben auch kaum darüber geredet. ”
„Und trotzdem klappt das?” Olav lachte ungläubig.
„Bisher ja. Wir sind sehr zufrieden und empfinden unser Modell beide als fair.”
Ken nickte. „Spanking ist für uns zu einer Art Ritual geworden, von dem wir beide profitieren. Es baut Spannungen ab, schafft Nähe und mündet sehr regelmäßig in Sex, weil es nicht nur Vic verlässlich scharf macht.“ Er legte einen Arm um seine Frau und gab ihr einen Kuss auf die Wange.
„Schön, dass ihr so offen darüber redet. Ich glaube, ich beginne zu verstehen, wieso es für Euch funktioniert.” Dörte wiegte den Kopf. „Aber wie seid Ihr überhaupt auf diese Idee gekommen?“
„Das ist eine längere Geschichte. Wollt ihr sie hören?
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