” Vics Augen funkelten.
„Unbedingt!”, entgegneten Dörte und Olav wie aus einem Munde.
„Dann fülle doch bitte noch einmal unsere Gläser, Olav. Wenn ich Euch langweile, sitzt ihr wenigstens nicht auf dem Trockenen. Und ich kann regelmäßig meine Stimme ölen.” Lächelnd streckte sie ihm ihr leeres Weinglas entgegen.
Nachdem Olav die Runde mit Wein versorgt hatte, verschränkte Vic die Arme hinter ihrem Kopf und begann zu erzählen: „Ich habe ja schon gesagt, es war eher zufällig und ist inzwischen länger her. Beruflich hatte ich da gerade sehr viel zu tun. Nach getaner Arbeit war ich direkt zum Einkaufen gefahren. Zu Hause hatte ich gerade alle Besorgungen weggepackt, als ich bemerkte, wie Ken kopfschüttelnd ins Wohnzimmer trottete. Ich ging ihm nach. Er hatte sich in einen Sessel fallen lassen und sah mich vorwurfsvoll an.
‚Wo warst du mit deinen Gedanken? Heute Morgen habe ich dich noch daran erinnert, mir Rasierklingen mitzubringen.‘ Mit der Hand fuhr er sich über seinen Dreitagebart. ‚Und? Vergessen.‘
Ich lächelte schief. ‚Ja… leider. Es tut mir leid.‘
Ken schaute mich ernst an. ‚Du weißt, wie viel Wert ich auf Verlässlichkeit lege. Trotzdem hast Du schon wieder nicht daran gedacht, worum ich Dich gebeten hatte. Es häuft sich.‘
Er senkte den Blick und schob dann leise und mehr zu sich selbst als an mich gewandt nach: ‚Ich sollte dich übers Knie legen.‘
„Das war nur so dahin gesagt”, beeilte Ken sich zu erklären. „Ich hatte diese Floskel in meiner Kindheit oft von meinem Großvater gehört. Er benutzte sie, wenn mein Bruder oder ich Dummheiten gemacht hatten. Warum ich diesen Satz plötzlich nachplapperte, kann ich gar nicht sagen.”
„Er traf mich jedenfalls wie aus heiterem Himmel. Etwas in mir reagierte. Ich spürte plötzlich ein intensives Prickeln im ganzen Körper und mein Herz klopfte heftig.”
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