Dörte hob die Augen. „Das verstehe ich nicht. Wie konnte dieser Spruch eine solche Wirkung auf Dich haben?“
Vic zuckte mit den Schultern. „Ich kann es nicht sagen. Ich kannte die Redewendung, hatte sie aber weder von Ken vorher gehört, noch war sie je an mich gerichtet gewesen. Irgendwie hat sie eine versteckte Sehnsucht in mir geweckt. Ich habe schon häufiger darüber nachgedacht und meine mich zu erinnern, dass ich ab und an davon geträumt hatte, gezüchtigt zu werden und am Morgen feucht zwischen den Beinen aufgewacht war. Aber dass ich an diesem Tag so besonders empfänglich war, kann auch einfach an meiner Zyklusphase gelegen haben. ” Vic machte eine kurze Pause und nippte an ihrem Glas. „Wie auch immer. Einem plötzlichen Impuls folgend habe ich jedenfalls nur schnippisch ‚Bitte‘ gesagt und mich dann quer über Kens Beine gelegt.”
Olav runzelte die Stirn. „Und wie hast Du reagiert, Ken?“
„Ich war völlig überrumpelt.” Ken lachte verlegen. „Ich brauchte erst einmal Zeit, um mich zu sammeln.”
„Und damit begann eine Folge von gegenseitigen Missverständnissen.” Vic blickte amüsiert in die Runde. „Kens Zögern hat mich irritiert. Ich suchte den Fehler bei mir und nahm an, dass er auf irgendetwas wartete. Ich bildete mir ein, dass “übers Knie legen” für ihn bedeuten musste, meinen nackten Po zu versohlen. Also stand ich auf, zog meinen Slip aus und schob meinen Rock hoch, ehe ich mich wieder auf seinen Schoß legte. Doch er rührte sich immer noch nicht.”
„Wenn ihr Euch wundert”, fügte Ken an, „stellt Euch meine Lage vor: Ich hatte einen unbedachten Satz gesagt und plötzlich lag Vic über meinen Beinen. Ihr blanker Hintern wölbte sich mir entgegen. Ich war überfordert. Ich zwang mich, bewusst zu atmen. Je mehr ich mich beruhigte, desto mehr gefiel mir der Anblick, der sich mir bot und ich sah für Eile keinen Grund.”
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