„Habt ihr ein Rezept, um Konflikte zu entschärfen, bevor sie ausarten?”
Dörtes Frage ließ Vic einen kurzen Blick mit Ken wechseln, bevor sie trocken antwortete: „Ja, Spanking!”
Olav machte große Augen und Dörte verschluckte sich fast. “Wie bitte?”
Ungerührt trank Vic von ihrem Wein, ehe sie mit einem amüsierten Lächeln erklärte: „Ihr habt richtig gehört. Wir lösen Spannungen durch Spanking. Das mag unkonventionell sein, funktioniert für uns aber ausgezeichnet.“
Vic hieß eigentlich Viktoria, bevorzugte aber die Kurzform, weil sie überzeugt war, nichts “Viktorianisches” an sich zu haben. Sie hielt sich für modern und keinesfalls für spießig oder prüde. Mit ihrem Mann Ken war sie bei Dörte und Olav zu Gast. Die Stimmung war gelöst. Zwei Flaschen Wein waren bereits geleert und die dritte machte gerade die Runde. Die Paare verband eine enge Freundschaft. Sie trafen sich regelmäßig und waren miteinander so vertraut, dass es kaum Geheimnisse zwischen ihnen gab.
Dörtes Augenbrauen zogen sich leicht zusammen, als sie nachhakte: „Spanking als Konfliktlösung? Wie muss ich mir das vorstellen?”
Ken übernahm die Antwort. „Wenn es kriselt, egal, ob es um Kleinigkeiten geht oder um größere Unstimmigkeiten, gibt es bei uns weder tagelanges Schweigen noch endlose Diskussionen. Wir lösen es körperlich.“
„Das klingt ja spannend. Erzählt!“ Olavs Augen glänzten.
Vic räusperte sich. „Ich habe mehr oder minder zufällig entdeckt, dass es mich anmacht, wenn Ken mir den Hintern versohlt.“
„Ja und?”, fiel ihr Olav ins Wort. „Dörte beschwert sich auch nicht, wenn ich ihr mal auf den Po klatsche. Aber das bereinigt doch keinen Streit."
„Gedulde dich doch einen Moment. Ich erkläre es ja.“ Vic lehnte sich zurück, bevor sie mit fester Stimme fortfuhr: „Der entscheidende Punkt ist: Ich liebe Spanking, aber Ken kostet es Überwindung.
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