Danach warf ich die Schalen in einen Topf, kochte sie eine halbe Stunde aus, um den guten Geschmack der in ihren vorhanden war, in das Kochwasser zu bekommen. Es schmeckte nachher intensiver und die Suppe, soweit etwas übrig blieb, wurde besser. Vielleicht bildete ich mir das auch nur ein.
Eine Stunde vor unserem Treffen ging ich duschen, zog mir bessere Klamotten an. Wenn sich Besuch ankündigte, mochte ich diesen nicht im Jogginganzug empfangen. Dies hätte meine Respektlosigkeit ausgedrückt.
Danach machte bereitete ich das Essen vor, deckte den Tisch für zwei, band mir eine alte Schürze um, die mich vor Unfällen auf meiner Kleidung schützen sollte. Sie war alles andere als modisch, erfüllte jedoch ihren Zweck und darauf kam es an.
Jetzt setzte ich die Töpfe auf, schaltete Pellkartoffeln an, die Spargelstangen und quetschte die Sauce in ein kleineres Gefäß. Zur Verfeinerung kamen frisch gepresster Orangensaft und ein paar gehackte Kräuter hinein. Es wertete den Geschmack um einiges auf.
Während das Wasser anfing zu kochen, schnitt ich den Schinken in Würfel, hatte danach nichts mehr zu tun, lauschte dem Radio und überblickte den Esstisch, der in der Küche stand. Meine Wohnung war leider nicht groß genug, um ein Esszimmer einzurichten. Aber darauf kam es auch nicht an, die besten Essen und Feiern hatten immer in den Küchen stattgefunden.
Fünf Minuten vor der Zeit klingelte es an meiner Tür und ich ging hin, drückte auf den Summer und öffnete meine Wohnungstür. Zum Glück wohnte ich im zweiten Stock, daher war sie nicht aus der Puste, als sie die Treppe herauf kam. Ihre Haare zeigten mir an, dass sie es war.
„Oh hallo Frank, da bin ich. Ich hoffe dir machte es nichts aus, wenn ich dich duze. Wenn wir zusammen essen, finde ich diese persönliche Anrede besser. Ich heiße übrigens Simone. Entschuldige, dass ich mich dir vorher nicht vorgestellt habe, es kam alles so plötzlich!“
Spargelessen
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