Spinne im Schlafzimmer

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Spinne im Schlafzimmer

Spinne im Schlafzimmer

Wulff Triebsch

„Willst du so Gisbert verführen oder mit ihm über Geschäftliches sprechen?“, beklagte ich mich sichtlich enttäuscht.
„Du wirst sehen, für unseren Abend ist das die passende Kleidung“, entgegnete sie und trat ganz nah an mich heran. „Wenn du es genau wissen willst: Darunter bin ich nackt.“
Sekt, etwas Gebäck, mehr gab es nicht vorzubereiten. Falls wir uns schon an diesem Abend intim annäherten, hatten wir das Gästezimmer vorbereitet. Doch bei meinem Blick auf Luises Kleidung hatte ich Zweifel, dass wir so weit kommen würden.

Es klingelte, gleich mehrmals, als stünde eine ganze Heerschar von Frauen und Männern vor unserem Haus. Bis zur Tür gingen Luise und ich noch gemeinsam, dann drängte sie sich vor, öffnete die Tür und lächelte Gisbert entgegen. Mit beiden Händen überreichte er ihr einen großen Blumenstrauß, für den sich Luise mit zwei Küssen auf seine Wange bedankte.
Erst hinter Gisbert erschien auch Rosi verlegen lächelnd, zögerlich in ihren Bewegungen. Meine Enttäuschung, dass auch sie ein wenig erregendes Kleid trug, wich meiner Lust, als ich sie umarmte und meine Hände über ihrem Rücken strichen. Nichts als ihre nackte Haut spürte ich. Schnell stellte ich fest, dass sie keinen BH trug, tastete weiter abwärts, bis meine Finger erst kurz über ihrem Po den Saum ihres Kleides wiederfanden.
Ich schaute sie lange an, als sollten meine Blicke ihr schon jetzt mitteilen, weshalb wir sie zu uns eingeladen hatten. „Bitte nicht hier, vor meinem Mann“, flüsterte Rosi mir zu und entzog sich meiner Umarmung mit einem flüchtigen Kuss.

Ich öffnete eine Sektflasche, füllte die Gläser und reichte jedem von uns eines. „Auf unseren heutigen Abend.“ – Rosi nickte mir hingebungsvoll lächelnd zu, nippte nur kurz an ihrem Glas und stellte sich an meine Seite.

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