“ Jetzt trank Luise ihr Glas ganz aus. Auch ihr schenkte ich nach.
Ich musste gestehen, dass ich erschrocken war. Nicht weil ein fremder Mann meine Luise im Sexclub gefickt hatte. So etwas war ich gewohnt von unseren Sexparty-Besuchen. Nein, ich war verärgert, weil Luise mir bisher davon nichts erzählt hatte.
Sie musste meinen Ärger bemerkt haben, trat auf mich zu und blieb vor mir stehen. „Mein Lieber, ich denke, jetzt sind wir quitt! Du erzählst mir ja auch nicht alles von deiner Jagd nach Spinnen in Rosis Schlafzimmer.“
Luise schritt auf Rosi zu und blickte sie an. „In Wirklichkeit hat dich dort mein Mann gevögelt! Mit seinem Schwanz die ‚Tiefen deines Schoßes‘ erkundet“, erklärte sie und wandte sich Gisbert zu. „Deine Frau ist so scharf auf Bernds Schwanz, dass sie ihn jedes Mal persönlich an unserer Terrassentür abholt.“ Jetzt blickte Gisbert seine Frau mit weit aufgerissenen Augen und offenem Mund an, wie versteinert wirkte er. „Rosi! Du und Bernd?“
Ich spürte, wie eng sich Rosi an mich drängte, als wollte sie unsere Beziehung durch unsere körperliche Nähe unterstreichen. „Na und? Jetzt weißt du es wenigstens!“, rief sie ihm schnippisch entgegen.
Gisbert rang nach Luft, beruhigte sich aber schnell, als Luise ihn über die Wange streichelte. „Ich denke, wir vier sind erwachsen genug, um unsere heimlichen Spielchen offen auszutragen. Partnertausch nennen das die anderen.“
Zum ersten Mal spürte ich Rosis Unruhe. Sie löste sich von mir, machte einen Schritt weg von mir und stellte sich neben Luise. „Du meinst wohl, ich gebe dir meinen Gisbert und bekomme dafür deinen Bernd?“ Rosis Miene wurde ernst. „Hoffentlich nicht für immer!“
Luise schüttelte den Kopf. „Nur ausgeliehen für eine gewisse Zeit!“
„… aber paarweise getrennt!“, erwiderte Rosi und schaute Luise entschlossen an.
Spinne im Schlafzimmer
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