Spritzgebäck und Eierlikör

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Spritzgebäck und Eierlikör

Spritzgebäck und Eierlikör

Wulff Triebsch

Auch Claude hielt inne, entließ sie aus seiner Umarmung und schob sie vor sich her zu mir, als wäre Antonia ein ausgeliehenes Gerät, das man nach Gebrauch dem Besitzer widerwillig zurückgab.
„Es ist so plötzlich über mich gekommen“, flüsterte Antonia mir zu, als sie wieder neben mir stand.
„Du brauchst dich für nichts zu entschuldigen, Antonia “, erklärte ich. „Jeder hier macht das, was ihm gefällt, und braucht niemanden um Erlaubnis zu bitten oder sich für irgendetwas zu entschuldigen.“
„Aber ich hatte doch versprochen, dass du und ich, wir beide zusammen …“
„Wenn du dich Claude hingeben willst, geh zu ihm, und wenn du es mit mir machen willst, dann komm zu mir!“
„Und wenn ich mich nicht entscheiden kann …“
„… dann werden Claude und ich uns gemeinsam um dich kümmern.“
Antonie blickte mich mit großen Augen an. „Du und Claude gemeinsam um mich?“
Ich nickte. „Das ist nichts Ungewöhnliches auf einer Sexparty: eine Frau und zwei Männer.“

Ein kurzer Blick auf Claude hätte genügt, um festzustellen, wie wenig sich dieser Gedanke in die Tat umsetzen ließ: Antonias Platz in den Armen Claudes hatte längst Sophie eingenommen. Ihr Höschen lag bereits am Boden und Claude selbst zerrte ihr T-Shirt vor ihrem Oberkörper. Nackt, splitternackt stand Sophie vor ihm, die Beine leicht gespreizt, ihre Schamlippen glänzten feucht im Schein der Lampen. „Nimm mich!“ rief Sophie ihm zu. Ihre Stimme war laut genug, damit alle Umherstehenden es vernehmen konnten, vielleicht sollte es vor allem Antonia hören.
Sophie riss den Textilstreifen von Claudes Penis. Wie ein Speer schnellte sein Glied hervor, zeigte aber auf Antonia, als hätte es sich eigenmächtig ein neues Ziel ausgesucht.
Wie sehr Antonias Gedanken und Gefühle durcheinander geraten waren, konnte man an ihren Blicken verfolgen, die ziellos durch den Saal irrten, aber immer wieder zurück zu Sophie und Claude kehrten.
„Suchen wir einen anderen Platz!“, flüsterte Antonia mir zu und drängte sich an mir vorbei. Irgendwohin wollte sie mit mir fliehen, nur nicht hierbleiben und nicht mit ansehen, wie Claude Sophie vögelte.

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