«Weisst Du», erklärte er ihr, «ich suche nach einer ganz bestimmten Substanz. Es geht um Spuren von Squalen, einem ungesättigten Kohlenwasserstoff, einem so genannten Tri-Terpen, das aus sechs langen Isopren-Einheiten besteht und eine spezifische Struktur mit mehreren Doppelbindungen aufweist.» Es versteht sich von selbst, dass Babsi Bahnhof verstand. Aber Reynold erreichte sein Ziel. Er hatte eine staunend-neugierige Frau vor sich.
«Was muss ich denn tun?», fragte sie nach und fixierte ihn mit ihren Haselnuss-Augen. Jetzt war Professor Reynold um Worte verlegen. «Es geht um Forschung», sagte er rau. Ich benötige frische Orgasmus-Flüssigkeit, die ich dann genau untersuchen kann. Die Substanz, nach der ich suche, ist wertvoller als Lebertran und kann künftig einen hohen Stellenwert in der Frauenheilkunde einnehmen.
«Sie meinen… ich soll hier im Labor… an mir rummachen?», fragte sie mit einem erstaunten und zugleich belustigten Augenaufschlag. Offenbar war Babsi kein Kind von Traurigkeit und für Ungewöhnliches zu haben. «Ja, so kann man es ausdrücken», sagte Professor Reynold und mied Babsis Blick. Ihre rasche Bereitschaft überraschte ihn, aber er wusste, dass sie ihn nicht nur für seine Arbeit bewunderte, sondern ihn auch mochte, wozu die jahrelange Zusammenarbeit beitrug. «Ich organisiere Dir eine Liege und eine weisse japanische Wand, denn Du hast natürlich ein Anrecht auf Intimsphäre.» Professor Reynold wusste ja nicht, womit Babsi nebenbei Geld verdiente. Sie masturbierte zuhause, wenn die Kinder schliefen, oft online vor Hunderten von Männern und zeigte von sich, was eine Frau von sich eben zeigen kann. Somit war ihre Hemmschwelle gegenüber dem Professor nicht allzu gross.
Damit sie es sich nicht anders überlegen konnte, verliess Professor Reynold flugs sein Labor, schritt zum Materiallager und karrte kurz darauf eine Liege auf Rädern und eine japanische Wand ins Labor.
Squalenophilia
7 5-8 Minuten 0 Kommentare
Squalenophilia
Zugriffe gesamt: 408
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.