Unbändigkeit, Leidenschaft – aber doch, die Kleidung blieb an, durfte höchstens ein wenig verrutschen.
Sie presste sich fester an mich, der Rücken leicht durchgedrückt, die Finger an meiner Taille so fest, dass es fast weh tat, aber genau richtig war. Ihr Atem wurde kürzer, ungleichmäßig. Ich hörte, wie ihr Atem rauer wurde, wie sie ein wenig keuchte. Fühlte, wie sie mir ihr Becken entgegenkippte. Wie sie sich an meinen Fingern rieb. Schneller. Zielstrebig. Sie wusste, was sie wollte. Und ich, ich wusste es auch.
Ihr Kopf sank einen Moment gegen meinen Hals, dann richtete sie sich noch einmal minimal auf, spannte sich an mir auf, der ganze Körper wurde für ein paar Herzschläge lang hart und still. Ein langes, zitterndes Ausatmen, das in ein leises Stöhnen überging. Sie klammerte sich an mir fest, als müsste sie sich irgendwo halten, um nicht wegzukippen.
Erst danach wurde sie schwerer in meinen Armen, ihr Körper gab nach, lehnte sich richtig an mich, der Atem noch spürbar schnell, aber weicher. Ihre Hände lösten sich langsam aus dem Stoff, blieben aber an meiner Taille, als wollte sie mich nicht wirklich loslassen. Ich spürte, wie der letzte Rest Anspannung aus ihr wich, spürte den warmen, nachklingenden Puls in ihr, dicht an meinem eigenen.
„Bleiben Sie noch ein bisserl? Ich mag’s nicht, wenn’s gleich vorbei ist“, flüsterte sie und sah mich sanft an.
Ich wandte mich ihr mehr zu, eine Hand noch an ihrer Hüfte, sah sie an.
„Natürlich. Und ich bleib auch nicht wegen des Kuchens.“
„Jessas, den hab ich ja ganz vergessen!“, rief sie in gespielter Überraschung, ein Grinsen huschte über ihr Gesicht.
„Ja, deswegen bin ich ja mit Ihnen mitgegangen. Weil ich ihn sehen wollte. Und gehofft habe, auch von ihm naschen zu dürfen.“
„Na ja, da Sie schon von mir genascht haben, dürfen Sie jetzt auch an den Kuchen.
Stammgastprivileg
23 10-16 Minuten 0 Kommentare
Stammgastprivileg
Zugriffe gesamt: 1406
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.