Er kenne ihre Sehnsucht nicht und nicht ihr Verlangen, doch wenn er diese stillen würde, wäre ihr das genug – so ihre Erwiderung – fast leise und gedämpft, mit einer wohltönenden Altstimme – was ihm ein trockenes Schlucken und einen schnelleren Pulsschlag verursacht.
Wie wird mir, hab ich heute Glück? – So denkt er bei sich, als seine Hände sich schon ihren nackten Bauch emportasten, dem Busen entgegen. Wie kalt ihr Körper sich doch anfühlt – oder ist es der kalte Schweiß meiner Hände?
In das stark abgedunkelte Zimmer scheint das Mondlicht deutlich durch das Fenster – und so läßt die Blässe ihres Körpers, sie wie eine nächtliche Lichtgestalt erscheinen. Langsam nähert sie sich dem Bett auf dem er, auf dem Rücken liegend und sie beobachtend, nichts weiter tun kann, als wahrnehmen – diese auf so seltsame Weise berauschende Atmosphäre. Sie nimmt sich Zeit sich ihm zu nähern indem sie sich vor das Bett kniet, scheint es zu genießen, zu beobachten wie sein nackter Körper mehr und mehr leicht zu zittern scheint, vor allzu angespannter Erregung. Und wie er dann ihre kalte Zunge auf seinem Bauch spürt und ebenso ihre Hände, die gleichzeitig seine Brust berühren, da zuckt er tatsächlich mit seinem gesamten Körper und ein unheimliches Gefühl durchdringt sein Inneres. Ihre Zunge gleitet gierig über seinen Oberkörper, bis herauf zu den Schultern. Seine Haut, die jetzt von einer kühlen Feuchte benetzt ist, verursacht ihm einen heftigen Schauer. Ihm ist wie das glühende Eisen, das ins Wasser getaucht wird. So auch erhärtet sich das körperliche Zentrum seiner Lust – fest und steif steht es in lustvoller Erwartung.
Es vergehen höchstens ein, zwei Augenblicke, da sitzt sie auch schon rittlings auf ihm, und schon sind sie auch miteinander vereint. Sein Zittern ist jetzt beinah wie in einem epileptischen Anfall, da er bemüht ist – hinauszuzögern – schwerlich nur, doch wunderschön – denn er verspricht sich längere Wonnen, ein größeres Ende.
Steintreppen zum Eingang
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