Stille Wasser

Die Madeira-Trilogie

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Stille Wasser

Stille Wasser

Svenja Ansbach

Obwohl damals nur wenige Tage verblieben, bis sie auf das Schiff musste, hatte sie es langsam angehen lassen, wie es ihrer Vorstellung von einem braven Mädchen entsprach.
Ausgehen, noch mal ausgehen, ein bisschen fummeln im Kino und dann erst durfte der Korken von der Flasche.
Ganze zwei Mal hatten sie daher erst miteinander geschlafen und Jens hatte große Zweifel gehabt, dass da was werden würde auf die Entfernung. Sie hatte sich für 2 × 4 Monate verpflichtet. Immerhin hatte sie ihm am letzten Tag erlaubt ein paar Bilder zu machen, keine unzüchtigen, aber doch erotische - so „mit wenig an“. Außerdem hatte sie ihm eine Garnitur schöner Seiden-Unterwäsche dagelassen, Hemdchen und Slip, - gewaschen natürlich. Damit du dich an mich erinnerst, hatte sie gesagt und ihm das Wäscheset mit einem breiten Grinsen überlassen. Daran musste er jetzt denken, als sie die kurze Fahrt zum Hotel machten.
Im Hotel servierte er erst mal aus der Minibar. Die Nähe wollte erst wiederhergestellt sein. „Erzähl, … was musstest du machen, um von Bord zu kommen?“
„Hör bloß auf, ich musste es der Lewandowski, der alten Dörrpflaume genau begründen, warum ich ausgerechnet hier auf Madeira frei bräuchte. Ich habe mich dann nicht gescheut, von unserem jungen Glück zu erzählen und da wurde sie plötzlich ganz zutraulich. Wenn ihr das man nicht im Schlüpper eine kleine Überschwemmung bereitet hat.“
„Uiih, hättest du sie doch mitgebracht, die Frau Lewandowski.“
„Spinner“, sie knuffte ihn in die Seite. „Hast du denn mal an mich gedacht zwischendurch?“
„Machst du Witze? Ich habe so oft an dich gedacht, dass ich zweitweise einen Tennisarm hatte.“
Sie musste kichern. Beide genossen es, den gleichen schrägen Humor zu haben.
„Und du, bist du mir treu geblieben, oder hat einer von den Leichtmatrosen dir seine Seegurke gezeigt?“
„Das sind doch meisten welche aus Südostasien, da waren mir die Pimmel zu klein!“
„Was?“
„Was? …. Nur Spaß.

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