Als das ältere englische Touristenpaar um die Ecke kam, sahen sie nur zwei junge Menschen Hand in Hand romantisch händchenhaltend nebeneinander auf der Bank sitzen. Sie hätten schon genau hinschauen müssen, um festzustellen, dass beide etwas kurzatmig waren und auffällig gerötete Gesichtszüge hatten, und auch sonst etwas derangiert wirkten.
Das Schlimmste war, das die Touries überhaupt keine Anstalten machten, sich wieder zu trollen. Sie packten allen Ernstes einen Picknickkorb aus und warteten anscheinend auf den Sonnenuntergang, den sie an der Nordseite nicht wirklich genießen würden - diese Volldeppen.
Jens seufzte und sagte zu seiner Angebeteten: „Komm, lass uns fahren, es wird auch langsam Zeit.“
Als sie die Insel durchquerten wurde es zunehmend dunkel, und kurz vor dem Abstieg an der Südseite kamen sie hoch oben über Funchal an einem weiteren Miradouro vorbei.
Sie waren schon ein paar Meter vorbeigefahren als Jasmin sagte: „Setz mal zurück, lass uns noch mal von oben auf die Bucht von Funchal herunterschauen.“
Als der Wagen eingeparkt war, direkt mit Front auf die Bucht, und der Motor aus, saßen sie erst mal eine Weile und schauten auf das sich über viele Hügel und Hänge erstreckende Lichtermeer. Als Jens aussteigen wollte, um ein paar Fotos machen, hielt Jasmin ihn zurück und drückte ihn wieder auf den Sitz. Und dann öffnete sie erneut seine Hose und er verstand gar nicht was sie vorhatte, denn auf dem Fahrersitz war kein Platz für zwei.
Aber sie hatte andere Pläne, beugte sich vor und nahm den schon wieder halbsteifen kleinen Kameraden in den Mund.
Stille Wasser
Die Madeira-Trilogie
62 7-11 Minuten 0 Kommentare
Stille Wasser
Zugriffe gesamt: 8770
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.