Stoaalm

13 17-27 Minuten 0 Kommentare
Stoaalm

Stoaalm

Michael Müller

Wenn er es also wirklich wünsche, könne er am späten Nachmittag in der Stadt sein.
Fritz bedankte sich für diese Wegbeschreibung und fragte wo den Maria sei. Draußen bei den Kühen auf der Weide. Er wird sie sicher antreffen und von ihr Abschied nehmen können, bekam er zur Antwort.
Fritz trat vor das Haus und sah Maria in einiger Entfernung auf einem mit Flechten überzogenen Stein sitzen.
"Maria", sprach er sie an als er vor ihr stand "ich will, dass du weißt wie sehr ich es mir wünsche mit dir zu sein. Ich weiß aber, dass das Leben hier, so abgeschieden von der Stadt, für mich nicht lange aushaltbar ist. Wenn du zu mir kommen willst, bist du willkommen." Er hatte sie bei ihren Schultern gehalten. Nun hob er ihren Kopf an und sah in ihre Augen.

"Ich sagte es schon, wir werden in Gedanken verbunden sein. Hier," und damit gab sie ihm ein kleines, in Leinen gewickeltes Päckchen, dass sie auf ihren Schoß gehalten hatte "ein kleines Geschenk, es soll dich an uns erinnern. Öffne es wenn du zu Hause bist."
Er nahm das kleine Paket an sich, bedankte sich und verstaute es in einer der Außentaschen seines Rucksackes.
Zum Abschied küssten sie einander und er stelltefest, dass ihre Lippen wesentlich kühler waren als nach ihrem Zusammensein in der vergangenen Nacht. Maria nahm seine Hand und legte sie auf ihre Brust.
Fritz schob seine Hand unter ihren Pullover, öffnete darunter ihre Bluse und Umschloss ihre Brust. Weich und kühl fühlte diese sich an.
Maria zog seine Hand weg.
"Es ist genug" sagte sie. "Du musst jetzt gehen."
Er machte sich auf seinen Weg und schlug den von Marias Mutter beschriebenen Pfad ein. Lange blickte er sich nicht um, da er es nicht ertragen wollte, Maria auf dem Stein sitzen und ihm nachblicken zu sehen.
Erst ehe der Weg über den Berghang wieder abwärts führte blickte er zurück. Der Weg musste unmerklich einen weiten Bogen um das Tal gemacht haben.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 4574

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben