Streicheleinheiten

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Streicheleinheiten

Streicheleinheiten

Anita Isiris

Er erinnerte sich, dass Stina Melonen mochte. Er mischte etwas Alkohol dazu, für alle Fälle, und zog sich mit seinem balinesischen Freund zu einer Besprechung zurück. Er wollte Stina mit Satu teilen. Bestimmt gehörte sie zu den Frauen, die noch nie zwei Männer gleichzeitig gehabt haben, aber heimlich davon träumen. Satu war etwas kleiner als Hiruhito, hatte aber ein sehr schönes Gesicht. Sein offener Ausdruck brachte Frauenherzen zum Brennen und zum Bluten, je nach Situation. „Just let it happen. She will give you the best blow job you ever had!” Immer, wenn es spannend wurde, redeten die beiden Freunde englisch miteinander, es klang irgendwie cooler als der lokale Dialekt. Satu liess sich das nicht zwei Mal sagen. Für ihn war Hiruhito eine Art grosser Bruder, den er bewunderte. Er dekorierte Hiruhitos Drink mit ein paar Blumen und folgte seinem Kollegen. Dieser schlug den Weg zu Stinas Zimmer ein, nachdem er sich vergewissert hatte, dass niemand ihm nachblickte. Seinen Job wollte er keinesfalls loswerden.
Gerade als Stina ihren Bikini ausgezogen hatte, klopfte es an der Tür. „Who is it?“ fragte sie unangenehm berührt und schlang ein grosses Tuch um sich. Sie öffnete die Tür nur einen Spalt breit. Überrascht fuhr sie zusammen, als sie Hiruhito und Satu vor sich sah. Dann erst entdeckte sie den Melonendrink. „A welcome drink for you, my european lady!“. Ob sie die beiden hereinlassen sollte? Bevor sie zu Ende überlegen konnte, hatte sie die Sicherheitskette schon gelöst. „Ohhhh, it is quite cold in here. You like the air condition?” Stina hatte die Klimaanlage voll aufgedreht, um der klebrigen Tropenhitze wenigstens in ihrem Zimmer zu entkommen. Hiruhito setzte den Drink auf einem kleinen Beistelltisch ab. „It’s beautiful, thank you!“ Stina strahlte. In diesem Augenblick löste sich der Knoten, mit dem sie ihr Tuch vor der Brust fixiert hatte.

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