Die stumme Frau im schwarzen Kleid

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Die stumme Frau im schwarzen Kleid

Die stumme Frau im schwarzen Kleid

Yupag Chinasky

Die Fahrt über die Hochebene war lang und ermüdend. Was von Weitem, von dem Pass aus, wie eine ebene Fläche aussah, war in Wirklichkeit ein Gewirr kleiner, ausgetrockneter Täler, in denen die Straße wie in einem Labyrinth zu vielen Zielen führten, oftmals sogar blind endete und ihn immer wieder zur Umkehr zwangen. Er war viel länger unterwegs, als erwartet und die Sonne brannte viel heißer, als er es sich vorgestellt hatte, denn die flachen Täler boten keine Schatten und so fuhr er ständig im Licht und in der Hitze der gleißenden Sonne. Er hatte nicht daran gedacht, seine Wasservorräte bei der Abfahrt am frühen Morgen aufzufüllen, weil ihm die Entfernung von gerade Mal hundert Kilometern nicht besonders weit vorkam, aber das war die Luftlinie und auf dem Boden zeigte der Tacho seines Geländewagens schon viel, viel mehr an. Seine letzte Wasserflasche war leer und er brauchte dringend Nachschub. Laut Karte würde er demnächst ein Dorf erreichen, vielleicht auch nur eine Ansiedlung, hoffentlich mit Tankstelle, denn dann gab es meistens auch einen kleinen Laden, um sich neue Vorräte zu besorgen. Das Dorf, das dann tatsächlich vor ihm auftauchte, verdiente diese Bezeichnung kaum. Es bestand aus ein paar Häusern entlang der Hauptstraße und an den Nebenstraßen, die nach links und rechts abbogen. Das Zentrum war ein größerer Platz in der Ortsmitte, an dem sogar ein kleiner Laden war, eine Tankstelle hatte er dagegen nicht gesehen, dafür gab es aber einen Brunnen, jedenfalls ragte der Arm eines altertümlichen Ziehbrunnens in die Höhe. Erfreut hielt er an, aber der Laden war geschlossen und alles Klopfen half nichts, vermutlich machte der Inhaber gerade Siesta, wie anscheinend auch alle anderen Bewohner, die Straßen waren menschenleer und nicht einmal die Dorfköter trieben sich herum. Leise fluchend überquerte er den Platz und ging zu dem Brunnen, aber nur, um jetzt doppelt enttäuscht zu sein, der Brunnen war ganz offensichtlich trocken, ein Blick in die Tiefe zeigte nur rötlichen Staub auf dem Boden und etwas Müll. Weiter still vor sich hin fluchend machte er sich auf den Weg, um irgendwo etwas Trinkbares aufzutreiben. Hier lebten doch Menschen, die mussten doch irgendwo sein und um hier zu leben, mussten sie auch Wasser haben.

Bei seiner Anfahrt hatte aber kein Haus den Eindruck erweckt, dass in ihm Leben herrsche, alle Türen und Fenster waren verschlossen. Nun ging er die Hauptstraße in die entgegengesetzte Richtung entlang, aber auch hier sah es nicht viel besser aus. Die meisten Häuser hatten hohe Mauern zur Straße hin, hinter denen vielleicht ein Garten oder ein Hof war, die Fenster waren mit Läden verschlossen und die Türen vermutlich alle abgeschlossen, überhaupt hatte er zunehmend den Eindruck, dass hier niemand mehr wohnt. Er hatte an die Türen von zwei Häusern geklopft und daran gerüttelt, hatte versucht, auf sich aufmerksam zu machen, aber erfolglos, genau wie bei dem kleinen Krämerladen. So langsam kam das Dorf ihm richtig unheimlich vor, als seien die Menschen hier wirklich ausgestorben und nicht nur in Tiefschlaf versunken. Sein Durst nahm angesichts der schlechten Aussicht, etwas Trinkbares aufzutreiben, nochmals deutlich zu und es fiel ihm schwer, seinen trockenen Mund und die spröden Lippen überhaupt noch zu befeuchten. Er wollte schon umdrehen, zum Auto zurück gehen, um im nächsten Dorf sein Glück zu versuchen, in einem Dorf der Lebenden, wie er hoffte, aber dann ging er doch noch bis zum letzten Haus an der Straße, bevor die eintönige, braune Landschaft wieder einsetzte. Hier schien er endlich Erfolg zu haben, denn die Tür in der Mauer war halb geöffnet, und als er näher trat und in den Garten schaute, war er von dem, was sich seinem Blick bot, doch sehr überrascht. Nicht dass der Garten schön gewesen wäre, von wegen Blumen oder Gemüsebeete, auch hier nur rötlicher Staub und Gerümpel, das herumlag, aber auch eine runde, halbhohe Mauer, möglicherweise die Einfassung eines Brunnens. Das wäre schon erfreulich genug, falls in ihm auch Wasser wäre und er nicht genauso trocken läge, wie der Dorfbrunnen. Nein, all diese Details erregte seine Aufmerksamkeit nicht in demselben Maße, wie die Frau, die auf einem Stuhl im Schatten eines Baumes saß und ihn verwundert, aber nicht unfreundlich anstarrte, als sie ihn bemerkte.

Sie mochte so zwischen dreißig und vierzig sein und trug ein kurzes, schwarzes Kleid, das ihre kompakte, gut proportionierte Figur nur wenig bedeckte. Unten ließ es viel braune Haut ihrer nackten Beine frei, denn der Saum war fast bis zu ihrem Schoß hin verschoben. Und auch oben verbarg das Kleidchen nicht allzu viel, denn es wurde nur von zwei dünnen Trägern über den Schultern gehalten und die großen, vollen Brüste der Frau bildeten ein sehr ansehnliches, überaus einladendes Dekolletee. Last, but not least ging auch von dem Gesicht dieser Frau eine eindeutige Faszination aus. Sie war eine etwas herbe Schönheit, mit großen, sinnlichen Augen und einer Fülle schwarzer Haare. All das registrierte der Mann, der immer noch in der Tür stand, mit wenigen Blicken, es schien ihm, als habe er sie gerade bei irgend einer zweifelhaften Tätigkeit gestört oder ertappt, denn dieser faszinierende Blick, der ohne Unterbrechung auf ihn gerichtet war, schien ihm eher verlegen als neugierig, doch auf keinen Fall ablehnend. Aber um die Frau herum war nichts zu sehen, keine Gegenstände, mit denen sie sich hätte beschäftigen können. Aber was diese Frau tat, ging ihn ja ohnehin nichts an, viel wichtiger war, dass er endlich Wasser bekommen könnte und so fragte er sie ohne Umschweife, ob sie ihm etwas zu trinken geben könne, er habe schrecklichen Durst, ja er sei geradezu dabei, zu verdursten. Die Frau blickte ihn unverwandt an, schien ihn aber nicht zu verstehen, erst als er eine fiktive Flasche ansetzte und trinken mimte, nickte sie und lud ihn mit einer Handbewegung ein, näher zu treten und mit einer weiteren, die Tür hinter sich zu schließen. Er stand nun vielleicht zwei Meter vor ihr, aber sie machte keinerlei Anstalten, aufzustehen und das heiß ersehnte Wasser zu holen, aber als er sich suchend umblickte, sich schon etwas abdrehte, um zum Brunnen zu gehen und zu erkunden, ob dort Wasser sei, gebot sie ihm, immer noch wortlos, durch eine weitere Handbewegung, stehen zu bleiben. Verblüfft beobachtete er, was dann geschah, denn das war so seltsam, so unvorhergesehen, dass er fast seinen Durst vergaß. Die Frau hatte mit einer schnellen Bewegung die Träger ihres Kleides über die Schultern gestreift, sodass ihre großen Brüste völlig frei waren und ihre braunen, aufragenden Brustwarzen seine Blick magisch anzogen. Völlig ungeniert begann sie mit ihren Titten zu spielen, sie zu drücken, sie zu schaukeln, sie hin und her zu bewegen, rauf und runter zu drücken. Dabei schaute sie ihn immer noch ernst und unbewegt mit ihren großen schwarzen Augen an, die ihn keine Sekunde losließen, und er fühlte sich bei diesem Blick schon fast hypnotisiert. Er war mehr als nur verwirrt bei dem Anblick dieser seltsamen Frau, die es anscheinend darauf abgesehen hatte, ihn zu verwirren oder zu verführen oder ihn auch nur weiterhin seine Durstqualen leiden zu lassen. Er war unentschlossen, was er nun tun sollte, was wichtiger war, der ersehnte Schluck Wasser oder dieses höchst erotische Spiel ihrer Hände mit ihren Brüsten, bei dem manchmal auch noch die Zunge ins Spiel kam, die über die glänzenden Brustwarzen fuhr, um sie noch mehr zu stimulieren, noch weiter aufzurichten und somit auch ihn noch mehr zu erregen. Er blieb stehen und starrte sie nun auch ganz unverhohlen an und genau das, dieses faszinierte Anstarren, schien sie zu genießen, denn nun umspielte eine zaghaftes, freudiges, halbes Lächeln ihre Mundwinkel und der Blick ihrer großen Augen, wurde eine Spur milder. Die Hände hörten nicht auf, mit den Brüsten zu spielen, sie noch provozierender ihm entgegenzustrecken, noch intensiver zu drücken und zu pressen und an den Nippeln zu zupfen.

Aber nach einigen Minuten des fassungslosen Hinstarrens regte sich das Durstgefühl um so mächtiger und er entschloss sich, es doch noch einmal mit Worten zu versuchen. Sie sei sehr schön und was sie da täte, würde ihm sehr gefallen, aber erst bräuchte er etwas zu trinken, danach würde er sich gerne weiterhin ihre Show ansehen. Ob sie nicht etwas im Haus habe, eine Flasche, einen Krug, oder ob in dem Brunnen Wasser sei, er müsse unbedingt etwas trinken, es sei wirklich ganz dringend und er würde jetzt zu dem Brunnen gehen und nachsehen. Die Frau schien ihn wieder nicht zu verstehen oder vielleicht war sie sogar taub und konnte ihn gar nicht hören, denn sie machte auch jetzt keinerlei Anstalten, seiner Bitte nachzukommen, im Gegenteil, als er sich erneut anschickte, zu dem Brunnen zu gehen, kam wieder eine deutliche Handbewegung, er solle stehen bleiben, unterstützt von einem fast drohenden Blick, aber wieder kein Wort. Angesichts dieses eindeutigen Befehls, etwas anderes war es nicht, fühlte er, wie neben dem Durst auch so langsam die Wut in ihm hochkroch. Er wollte sich nicht weiter aufhalten lassen, aber diese seltsame Frau steigerte ihre Anmache, wie sollte er es anders nennen, noch einmal ganz deutlich und wieder waren es nur ein paar knappe Bewegungen, die dazu führten, dass er innehielt und sich ihr ganz zuwandte. Sie richtete sich ein wenig auf, erhob sich leicht von dem Stuhl, ihre Hände fasten den Saum des Kleides, schoben ihn vollends über die strammen Oberschenkel, unter ihrem Hintern hindurch, zogen ihn noch höher, bis er, erst auf dem Bauch, dann auf ihrer Taille, landete. Erstaunt sah er, dass sie unter dem Kleid keine weiteren Kleidungsstücke anhatte, genauso wenig wie oben einen BH, trug sie unten keinen Slip, sie saß in fast vollständiger Nacktheit auf dem Stuhl, nur noch das zusammengeraffte schwarze Kleid um ihre Taille, das nun so gut wie nichts mehr bedeckte. Sie hatte, als sie sich wieder auf den Stuhl setzte, die Beine breit gemacht und weit gespreizt und er starrte nun auf ihren dunklen Wald, der üppig zwischen ihren Schenkeln wucherte und auf das rote Loch, das nun von ihren rastlosen Händen anstelle der Brüste befummelt wurde. Sie setzten ihr Spiel fort, tasteten und streichelten, die Finger erregten ihre Schamlippen, ihre Klitoris, streichelten den Urwald und drangen in die rote Höhle ein, um sehr feucht wieder herauszukommen. Dazu hatte sie immer noch diesen starren, fast hypnotischen Blick, der seine Augen permanent fixierte. Dies alles bewirkte, dass sich seine Bedürfnisse auf einmal verlagerten, der Durst war gar nicht mehr so quälend und das sexuelle Verlangen wurde immer stärker, er wollte sich mit dieser Frau einzulassen, wollte sie auch befummeln und ficken, er spürte eine Art von Abhängigkeit, die ihn an einen Rauschzustand denken ließ, es war so, als habe er Drogen eingenommen, die nun zu wirken begannen. Er starrte die Frau weiter ganz offen an, starrte auf ihre leicht schaukelnden Brüste, auf ihr dargebotenes Venusdreieck und sie fühlte wohl instinktiv, dass sie ihn besiegt hatte, ihn an sich gefesselt hatte, sein quälendes Bedürfnis nach Wasser in den dringenden Wunsch umgewandelt hatte, sie zu vögeln. Und wieder erschien dieses zaghafte, halbe Lächeln und was dann geschah, war fast schon ein automatischer Ablauf der natürlichen Instinkte, ein Abspulen des angeborenen Verhaltens. Als erstes spürte er, dass sein Glied mächtig steif geworden war und er fühlte dieses unwiderstehlich Sehen und Verlangen, das einen Mann überkommt, wenn er eine nackte Frau vor sich sieht, die sich ihm anbietet und ganz offensichtlich befriedigt werden will. Ohne lange zu zögern trat er ganz dicht an sie heran, stellte sich vor den Stuhl, vor ihre gespreizten Beine und er begann nun mit seinen Händen mit ihren großen Brüsten zu spielen, sie zu drücken, zu schaukeln, die Nippel zu reiben. Und auch sie wurde sofort tätig, ihre Hände knöpften ohne zu zögern seine Hose auf, holten sein pralles Glied heraus und begann es intensiv zu bearbeiten. Er wartete, dass sie es auch noch in ihren Mund nehmen würde, doch sie hielt sich nicht länger mit dem Vorspiel auf, das sie schon ausgiebig betrieben hatte. Sie setzte sich, breitbeiniger als zuvor auf den Stuhl, stützte sich mit den Händen ab und reckte ihm ihren Unterleib so willig entgegen, dass er gar nicht anders konnte, als unverzüglich in sie einzudringen. Sie fanden rasch einen gemeinsamen Rhythmus und während er sein Glied mit heftigen Stößen immer aufs Neue in sie hineintrieb, erwiderte sie all seine Bewegungen höchst effizient und unterstütze ihn perfekt. Sie hatte nun die Augen geschlossen und gab sich ganz ihren synchronen Bewegungen hin, doch auch jetzt drang immer noch kein Laut aus ihrer Kehle, obwohl die Zuckungen ihres Körpers und die Verzerrung ihres Gesichts keinen Zweifel ließen, dass die Orgasmen mehrfach durch ihren Körper rasten und sie zu immer neuen Höchstleistungen antrieben. Er bemühte sich, seinen Höhepunkt hinauszuzögern, um sie in ihrem Zustand zu halten und ihr weitere Wonnen zu ermöglichen, aber irgend wann, hielt er es nicht mehr aus und dieses ziehende Gefühl, das tief und drängend aus den Lenden kommt, erfasste ihn, konzentrierte sich auf einen einzigen Punkt seines Körpers, auf seinen rastlosen Schwanz und er entlud sich schließlich mit einem wilden Aufschrei in ihrer tiefroten, höchst glitschigen Höhle.
Der Akt war beendet, beide atmeten heftig und verharrten noch in dieser eher unbequemen Stellung, aber als ihr Atem und ihr Puls wieder normal waren und sein abgeschlafftes Glied aus ihrer Scheide glitt, lösten sie sich wieder voneinander. Die Frau stand auf, arrangierte wieder ihr schwarzes Kleid und er, kaum dass er seine Hose wieder zugeknöpft hatte, eilte zu dem Brunnen, fand auch einen Krug, der auf der Brüstung stand und der sogar noch halb voll war. Endlich konnte er trinken, trinken, trinken, immerzu trinken. Das Wasser, obwohl nicht gerade kühl, schmeckte wunderbar und er setzte nicht ab, bis der Krug leer war. Dann wandte er sich wieder der Frau zu und es entstand aus seiner Sicht ein verlegener Moment, während die Frau so tat, als wäre nichts vorgefallen. Er überlegte sich, wie er nun reagieren sollte, ob er bleiben solle, vielleicht über Nacht, ob er ihr etwas Geld geben solle, wegen der Liebe und wegen des Wassers und wegen dieser grandiosen Erfahrung, aber dann rang er sich durch, sich nur verbal zu bedanken und auch diesmal sagte sie wieder kein Wort. Es konnte nicht anders sein, diese Frau war taub und stumm und geil. Sie konnte keine Laute hören und auch mit niemandem sprechen und vermutlich war es auch sehr selten, dass sie mit jemandem vögelte und diese Gelegenheit durfte sie nicht durch so etwas Überflüssiges wie trinken entgehen oder verzögern lassen. Arme Frau, dachte er, aber als er sich anschickte, den Hof zu verlassen, trat sie noch einmal dicht an ihn heran, umschlang ihn mit ihren Armen und gab ihm einen langen, feuchten Kuss auf seinen Mund und in seinen Mund, den ersten und einzigen Kuss, und drückte dabei ihre Brüste und ihre Hüften fest an seinen Leib. Er dachte schon, sie wolle ihn noch einmal erregen, noch einmal verführen, sich noch einmal von ihm ficken lassen, aber dann löste sie sich schon wieder von ihm und schaute ihn nun liebevoll und dankbar und gar nicht mehr hypnotisch an. Er verstand ihre Botschaft, wusste dass sie, genauso wie er, für kurze Zeit sehr glücklich gewesen war und dann ging er beschwingt zu seinem Auto zurück, das einsam und verlassen auf dem Platz stand, denn immer noch war kein Mensch auf den Straßen dieses seltsamen Dorfes.

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