Ich hatte bisher meinen Frust nur an Donalds ausgelassen, nicht an anderen Menschen und nun fiel mir diese unschuldige Frau in die Hände….
Ich gab ihr etwas Wasser aus meinen Vorräten, damit sie wieder zu sich kam. Sie lächelte mich dankbar an, bis sie begriff, dass ich nicht vor hatte meine gesamten Vorräte einfach so mit ihr zu teilen. Ihr Lächeln gefror zu einer Fratze, als ich ihr stattdessen klar machte, dass ich dafür Gegenleistungen erwarten würde und die erbrachte sie dann auch.
Das hört sich sicher merkwürdig an, aber es war aber nichts Sexuelles. Wie durch eine Milchglasscheibe und als ob ich außerhalb meines Körpers wäre, sah ich mir und ihr zu. Ich beobachte die Szenerie ungerührt. Emotionslos schaute ich uns zu, wie sie und ihr ausgemergelter Körper sich still an mir abarbeitete. Es hatte irgendwas mit Macht zu tun, mit Frust, mit stellvertretender Bestrafung, mit Triebabfuhr... ach ich weiß gar nicht so genau was es war. Vermutlich waren wir beide froh, als es vorbei war, denn auch ich kam langsam wieder zur Besinnung.
Immerhin gab ich ihr dann soviel von meinen Vorräten, dass sie ausreichend zu Kräften kam, um die nächste Siedlung in etwa 8 Meilen zu erreichen. Ich sagte ihr, sie solle ein großes Messer aus der Küche nehmen und gab ihr eine angespitzte Eisenstange, die ich draußen im Schuppen gefunden hatte. Da ich alle Donalds rund um die Farm abgeräumt hatte, würde sie eine echte Chance haben durchzukommen.
Ein paar Tage später war ich zurück auf der Farm. Aiden und Jessica wollten definitiv auf der Farm leben, aber für zwei Personen war sie zu groß und zu unsicher. Ich schlug ihnen vor, Linda in die Stadt zu bringen, denn dahin gehörte sie und dort nach Mitbewohnern zu suchen. Immerhin hatten ja einige Männer aus Frederik und einige Frauen aus Westward Falls das Anwesen gesehen und wären vielleicht bereit mit raus zu gehen. Joseph würde bestimmt behilflich sein. So wurde es dann auch gemacht. Vorher holte ich unseren stattlichen Vorrat von New Dollars aus dem Versteck und gab Linda 3.000 davon. Auch Aiden und Jessica schenkte ich 500. Den Rest, mehr als 10.000 New Dollar würde ich brauchen! Ich überließ ihnen den Dogde und schaute ihnen nach, bis sie hinter der Biegung der Zufahrtstraße verschwanden. Linda schien mich vorerst aufgegeben zu haben. Ich wusste, dass sie immer noch viel für mich empfand, aber sie hatte akzeptiert, dass der ‚Panzer um meine Seele‘ im Moment nicht zu durchbrechen war. Immerhin wusste ich, wo sie zu finden war. In Frederik.
Sturm und Krise
Nach dem großen Sterben – Teil 24
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