Sünde - Der Versuch einer Befreiung - Teil 1

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Sünde - Der Versuch einer Befreiung - Teil 1

Sünde - Der Versuch einer Befreiung - Teil 1

Michael Müller

Es blieb euch nicht einmal genügend Zeit, eure Kleidung in Ordnung zu bringen!<
Dass in Spitälern Ärzte mit den Krankenschwestern vögeln, dies sogar in Operationssälen geschah, wusste er aus den Zeitschriften. Zeitschriften die er sich besorgte, nach dem seine Mutter endlich, nach vierundsiebzig Jahren auf dieser sündigen Erde, diese hatte verlassen dürfen. So lange schon poche sie an die Himmelstüre, hatte sie ihm einmal erzählt. Sie könne einfach nicht mehr länger ertragen, all die sündigen Menschen um sich herum zu haben. Jeden Abend bevor sie einschlief bete sie, der Herr möge sich doch ihrer erbarmen und sie aufnehmen in sein Reich.
An jenem Abend hatte er geweint.
Neben dem Bett seiner Mutter kniend flehte er: "Bitte, bleib noch bei mir. Ich brauche dich noch. Verlasse mich nicht." Vierzig Jahre habe sie für ihn, Ulrich, gesorgt und ihn beschützt, gab sie ihm zur Antwort. Jetzt sei er alt genug um für sich selbst zu sorgen. Und auch alt genug eine brave, reine Frau zu heiraten.
"Mehr als zehn Minuten bewillige ich ihnen heute nicht," sagte der Arzt eben zu Ulrichs "Besucher", "Morgen können sie sicher schon eine längere Vernehmung durchführen. Der Patient bekam starke schmerzstillende Mittel und wird sicher noch keine klare Aussage machen können," damit reichte er der Krankenschwester ein Clipbord, das er, während er sprach, gehalten und angesehen hatte.
"Ich möchte anschließend noch einmal kurz mit der Frau sprechen. Ist dies möglich?" fragte der "Besucher" den Arzt.
"Ich dacht ihre Aussage haben sie bereits? Nun, Frau Helga Schneider steht unter schwerem Schock, aber wenn sie's wirklich kurz machen, habe ich nichts dagegen. Schwester Böck wird sie zu ihr bringen." Arzt und Schwester verließen den Raum.
"Ich bin Kriminalinspektor Nellinger und möchte ihre Schilderung des Vorfalls von heute ca.

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