„Nackt?“ fragte Angelika keck.
„Ja, nackt!“
„Willst Du mich auch peitschen?“ wollte sie wissen und setzte eine ernste Miene auf.
„Verdient hättest Du es!“ antwortete Matthias trocken. Versöhnlich lächelte er sie an. „Wo geht es hier hin?“ fragte Angelika neugierig, als Matthias eine Türe geöffnet hatte und ihr den Vortritt ließ.
„In den Turm!“ antwortete dieser wahrheitsgemäß und verschloss die Türe von innen.
Die Treppen, aber auch die Verstrebungen, waren aus Balken und Brettern. Immer höher stiegen sie. Angelika voran. So sehr er auch versuchte einen unzüchtigen Blick auf die jetzt unbedeckten Stellen unter ihrem Rock zu erhaschen, war dieser doch von solch einer Länge, dass ihm dies versagt blieb.
Endlich boten Luken im Mauerwerk einen herrlichen Ausblick. Hier waren sie ungestört. Natürlich blieb der langersehnte erste Kuss dieses Tages nicht aus. Und der zweite und dritte. „Warte!“ meinte Angelika und schob ihren Geliebten ein wenig zurück. Sie nahm ihr Halstuch ab, drückte es Matthias in die Hand, schlüpfte aus ihrer Jacke legte sie auf den Bretterboden vor einer dieser Stützbalken und kniete sich darauf nieder. In Kopfhöhe griff sie mit den Händen an besagten Träger. „Binde mich!“ forderte sie Matthias auf, „und dann nimm mich! So, wie ein Südstaaten-Großgrundbesitzer eine Sklavin genommen hätte!“
Der Geistliche zögerte kurz. Er drehte das Tuch zusammen und band die Hände der begehrten Frau an das Gebälk. Nicht brutal, nein, sie hätte sich spielend befreien können.
„Mund auf!“ Matthias‘ Stimme klang bestimmend, hart! Willig gehorchte die Angesprochene. Sein Lümmel war noch weich und schlaff als sie ihn in ihrem Mund aufnahm. Durch ihr Lippenspiel und ihr Saugen, vielleicht aber auch durch die besondere Situation, änderte dieser sehr schnell seinen Zustand.
Angelika freute es, dass er sein schlechtes Gewissen immer weiter verdrängen konnte. Schon bei ihren letzten beiden Treffen verhielt er sich zwar wie ein heimlicher Liebhaber, was auch in ihrem Interesse war, hatte aber keinerlei Anwandlungen, etwas bereuen zu müssen. Jedenfalls zeigte er es nicht!
Sie hoffte mit diesem Spiel ihren jungen Lover noch weiter aus der Reserve locken zu können. Sie vertraute ihm und hoffte auf eine dominantere Behandlung, hoffte darauf, dass er sich nahm was er wollte, ohne zu fragen. Sie war sicher, dass auch sie dabei nicht auf ihre Befriedigung verzichten musste, nicht so wie wenn ihr Mann über sie <drüberrutschte> und es ihm scheißegal war, ob sie zumindest gekommen war oder nicht.
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