Shawnee drehte sich um, bis sie Norvegicus in die Augen sehen konnte.
„Du verlangst zu viel. Thunder muss es erledigen. Ich verspreche dir aber, dass ich eurem Clan helfen werde. Candara will eure Bastion erobern und er besitzt gute Karten für dieses Vorhaben. Ich werde meine Freunde schicken, um den euren beizustehen. Mehr kann ich leider nicht tun, stolze Kriegerin.“ Shawnee bedankte sich. Norvegicus Hilfe war nicht zu unterschätzen. Blitz hörte ein Geräusch. Er ging zu einem der Fenster, um es zu öffnen. Als er hinausblickte, stockte ihm der Atem. Tausende Ratten machten sich auf den Weg und Blitz wusste, wohin dieser sie führen würde.
„Danke für deine Hilfe, König der Ratten!“ Doch der war schon mit Shawnee verschwunden, wie Blitz feststellen musste.
„Ich glaube, dass Shawnees Kuchennummer Wirkung zeigt.“, meinte Katie mit einem Grinsen. In des Königs Schlafgemach legte Shawnee sich freimütig zurecht. Norvegicus Hand fühlte sich gut an, als sie auf Shawnees blanke Pobacken klatschte. Das Geräusch regte Blitz zur Nachahmung an.
„Ich denke, dass wir uns auch etwas Spaß gönnen sollten!“ Katie stimmte ihm zu. Sie überließ sich Blitzies Männlichkeit, die ihr verlässliche Wärme schenkte. Er tat ihr so gut.
Von Keomas Hütte waren nur noch glimmende Balken übrig, als Thunder, Stiv und Gretchen ihr Ziel erreichten. Thunder wusste, dass der Bruder seiner großen Liebe nicht mehr unter den Lebenden weilte.
„Keoma ist tot. Ich hoffe nur, dass er die kleine Ally in Sicherheit bringen konnte. Mein Bruder will, dass ich ihn finde. Er hat Zeichen hinterlassen.“ Thunder deutete auf die Spuren der Motorräder, denen zu folgen ihnen nicht schwerfallen sollte. Thunder fuhr voraus, während Stiv und Gretchen ihm auf ihren Pferden folgten. Nach knapp 200 Metern entdeckten sie Red. Der Reiter lag mit dem Gesicht nach unten auf der Erde. Thunder bremste ab.
„Keoma hat einen erledigt. Das heißt, dass wir es nur noch mit dreien aufnehmen müssen.“
„Wie konnte er ihn töten?“, wollte Gretchen wissen.
„Silberne Kugeln mit einem Schuss Weihwasser vermutlich. Wobei das bei Pale nicht ausreichen wird. Mein Bruder ist nur sehr schwer zu besiegen.“ Gretchen bekam Angst, Diese Geschichte überstieg alles, was sie bisher erlebt hatte. Selbst Stiv wirkte verunsichert.
„Wohin will Pale jetzt? Hast du eine Ahnung?“ Thunder nickte.
„Die Spur führt zu den Lakota. Wir müssen uns beeilen. Ich glaube, dass das Mädchen sich bei Keomas Stamm befindet. Seid ihr bereit? Wir haben keine Zeit zu verlieren!“ Er gab Gas, ohne eine Antwort abzuwarten. Stiv trieb sein Pferd an und Gretchen bemühte sich, es ihm gleichzutun. Unsere Freunde waren auf einer gefährlichen Mission, von der keiner wusste, wie sie ausgehen würde. Die Nacht brach herein, wodurch die Drei sich nicht aufhalten ließen. Im Gegenteil. Die Dunkelheit kam Stiv und Gretchen entgegen. Der gefallene Engel kümmerte sich sowieso nicht um Tages oder Nachtzeit. Thunder suchte nur nach Erlösung. Die Sünden der Vergangenheit lasteten bleischwer auf seinen Schultern. Er dachte an Imola, der er noch immer etwas schuldete. Ally war wie eine Wiedergeburt seiner großen Liebe. Er musste das Mädchen beschützen, koste es was es wolle. Pale oder er. Der Showdown rückte immer näher und Thunder war zu allem bereit. Dies war seine letzte Chance. Er schwor, dass er sie nutzen würde.
Sünden der Vergangenheit
Dead Boys Part 31
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Sünden der Vergangenheit
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