Super-MILF

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Super-MILF

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T. D. Rosari

Außerdem langweilte ihn ihre Pseudo-Intellektualität, die nie über Plattitüden hinausging. Im Gegensatz zu ihnen war sich Kilian immerhin bewusst, dass es da draußen noch einige Lektionen für ihn gab, die es zu lernen galt.
Doch nicht nur die Nachrichten der studentischen Damenwelt waren nervig. Auch seine Mutter war in den letzten Tagen lästig gewesen: Wann er wieder einmal nach Hause käme. Er solle die Schmutzwäsche nicht vergessen. Der Zifferncode der Alarmanlage hätte sich geändert (Tatsächlich hatte sein Vater diese Änderung vor mehr als einem Jahr vorgenommen). Tante Rita würde sich auch über seinen Besuch freuen.
Ein dunkler Schatten legte sich auf Kilians Gemüt. Sein Bizeps begann nervös zu zucken. (Was nach Trainings-Überlastung öfters geschah; dieses Mal war der Grund eher psychosomatisch!) Langsam fragte er sich, ob die Idee, den Eltern einen Überraschungsbesuch abzustatten, wirklich so gut war, wie er gedacht hatte. Kilian atmete tief durch und schloss alle bisher aktivierten Apps. Stattdessen öffnete er den Browser und loggte sich in seine bevorzugte Porno-Seite ein. Das intensive Training hatte seine Libido erheblich reduziert und Kilian fand, dass es nach so einer Woche mehr als legitim war, auch auf die sexuelle Fitness zu achten.
„Super-Milf“ tippte Kilian mit lustvoller Erwartung in die Suchmaske. Das WLAN des Zuges war mittelprächtig, also dauerte es einen Moment, bis seine Suchanfrage Resultate zeitigte. Darum lenkte Kilian seinen Blick gedankenverloren aus dem Fenster des Zugs auf den Bahnsteig.
SUPER-MILF!!! What the f***?! Da ging sie, die Frau seiner sexuellen Fantasien! Nicht am Bildschirm in der virtuellen Welt, sondern am Bahnsteig, ganz real. Nein, diese Frau ging nicht nur. Sie schritt. Impulsiv, strotzend vor Energie und Weiblichkeit! Was für ein BABE!
Der Anblick dieser Frau überforderte Kilians Wahrnehmungsfähigkeiten.

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Gedichte auf den Leib geschrieben