Super-MILF

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T. D. Rosari


„Scharfe Lady. Aber eine Nummer zu groß für dich! Sieh‘ es ein!“, lautete die Antwort. Zahlreiche Emoticons unterstrichen diese Botschaft.
Bridget drückte auf das Kamerasymbol. „Dein Kumpel ist wirklich süß!“, flötete sie in das Mikrofon, dann verschickte sie ihre Antwort. Kilian blieb vor Verblüffung der Mund offenstehen.
Sekunden später kam die Antwort: Ein Emoticon mit offenstehendem Mund…
Bridget tippte ihre Telefonnummer in das Handy des Mannes. Dann verband sie sich mit ihrem eigenen Gerät. Kilian staunte noch immer Bauklötze, als er das Vibrieren von Bridges Gerät und das aufleuchtende Display sah. „Du kannst deinem Kumpel jetzt mitteilen, dass ich dir meine Nummer gegeben habe!“, lachte sie den wie gelähmt dasitzenden Sportstudenten an.
Sie blickte nochmals auf das Display. „Ich heißte Bridget, du kannst mich einspeichern!“ Die Blondine gab dem sichtlich erleichterten Mann sein Mobiltelefon zurück. „Und wie heißt du?“
„Kilian!“, sagte dieser. Er wirkte nun eine Spur entspannter. „Es tut mir wirklich leid!“, begann er dann, doch Bridget unterbrach ihn.
„Entspann‘ dich! Ich fühle mich geschmeichelt, alles bestens!“
„Wirklich?“ Kilian atmete tief durch. Dann lachte er. „Ich habe gedacht, ich sterbe!“, sagte er dann.
Kurze Zeit später erzählte Kilian von sich, seinem Studium und der heutigen Reise sowie der Tatsache, dass er eigentlich gar keine Lust mehr hatte, im Hause der Eltern ein Wochenende lang das Muster-Söhnchen zu spielen. Das Gespräch wurde von einer Durchsage unterbrochen:
„Wir nähern uns unserem nächsten Halt. Der Ausstieg ist rechts. Achten Sie auf den Spalt zwischen Waggon und Bahnsteigkante! Danke, dass Sie mit uns gereist sind!“
Kurzerhand griff Bridget nach der Hand ihrer neuesten Bekanntschaft. „Komm‘, wir machen uns einen schönen Abend!“ Der Überraschungseffekt sorgte dafür, dass Kilian widerstandslos seine Sachen schnappte und sich von der blonden Businesslady aus dem Zug führen ließ.

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