Zwischen den Felsen und der Hütte fühlte Anna sich genügend sicher und entkleidete sich. Annas nackter Körper in Einklang mit der kräftigen, archaischen Natur des Balmiwaldes. Dann stieg sie ins tiefe Wasser, setzte sich auf einen Felsvorsprung, den sie schon von früher kannte und der unter der Oberfläche des Sees lag und genoss ihr Bad. Dann hörte sie Schritte. Als Erstes sah sie die grossen Stiefel des Waldmeisters. Er war als knurrig-gutmütiger alter Mann bekannt, aber wer wusste schon, zu was sich knurrig-gutmütige alte Männer verwandeln können, wenn sie an einem einsamen Seegestade mitten im Wald eine badende junge Frau entdecken? Anna liess sich ihren Schreck nicht anmerken und grüsste mit einem Kopfnicken. „Mhm“, brummte der Waldmeister und setzte sich ans Ufer. „Mhm“. Anna wusch ihr Haar, indem sie es auf der silbernen Wasseroberfläche ausbreitete. Bereits jetzt, nach einer einzigen Nacht, war sie komplett in Einklang mit der Natur. Sie würde dem Wald ihren Körper geben, und der Wald würde sich erkenntlich zeigen. Als der Waldmeister sich nicht von der Stelle rührte, atmete Anna tief durch und stand auf. Selbstverständlich liess der Mann seine Blicke ihrem Körper entlang gleiten – was hatte sie denn erwartet? Wortlos wandte sie sich ab, bückte sich nach ihren Kleidern und machte sich auf den Weg zurück in ihre Hütte.
Dann klopfte der Waldmeister an die bereits offene Tür. „Hast Du etwas zu Trinken für mich?“, fragte er freundlich, und Anna winkte ihn herein. Sie konnte nicht wissen, ob sie eines Tages doch froh sein würde um die Hilfe dieses Mannes, der mit jeder Wurzel vertraut war und von dem man sagte, dass er Bären wittern und vertreiben konnte. Die beiden schlürften kurz darauf an einer Apfelschorle, hatten sich aber nicht allzu viel zu sagen. „Du bist schön, Anna, so schön...“, nahm der Waldmeister das Gespräch auf. „Ich weiss“, sagte Anna schlicht und schenkte dem Waldmeister ihr schönstes Lächeln.
Suppe und Sex
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