Da könntest du einmal ausspannen und wir hätten etwas Zeit für uns.“ Yvonne sah ihre Tochter erstaunt an. „Da müsste ich meine Schwester fragen, ob sie Zeit haben. Ich freue mich, dass du ein Wochenende mit mir verbringen magst, anstatt mit deinen neuen Freunden auszugehen.“ Svenja errötete. Sie wunderte sich selbst über diese Idee. „Ruf Tante Karla und Onkel Klaus doch einfach an. Dann wissen wir gleich, ob wir sie nächstes Wochenende besuchen können. Zumal am Montag Feiertag ist und wir ein richtig langes Weekend hätten.“ Karla freute sich über den Anruf ihrer jüngeren Schwester. Sie spürte seit langem, dass Yvonne Probleme mit Svenja hatte. Ein Kurzurlauf auf dem Bauernhof würde ihr gewiss guttun. „Klar, könnt ihr uns besuchen kommen! Wir freuen uns sehr, euch endlich mal wiederzusehen. Ich bin sehr gespannt, wie es Svenja geht, Es ist ja schon über ein Jahr her, seit sie das letzte Mal bei uns war.“ Damit war die Sache klar. Svenja hoffte sehr, dass sie ihre Idee nicht bereuen würde. Am Tag der Abfahrt hievte Svenja ihre Sporttasche in Yvonnes Kleinwagen. Yvonne wunderte sich über Svenjas Kleidung. Ihre hübsche Tochter hatte für die Reise eine leichte, schwarze Trainingshose und dazu ein weißes Top ausgewählt. „Findest du nicht, dass auf dem Hof eine Jeans besser wäre? Nicht, dass du dir die neue Hose gleich schmutzig machst.“ Svenja lächelte verlegen. „Nein, das passt schon. Die Sporthose ist schön bequem und ich habe ja auch eine Jeans dabei.“ Yvonne beließ es dabei, auch wenn sie Svenjas Antwort nicht völlig überzeugte. Normalerweise achtete Svenja sehr auf neue Kleidung und war stets bedacht, sie nicht schmutzig zu machen. Auf der halbstündigen Autofahrt unterhielten sich Mutter und Tochter angeregt. Yvonne fand, dass Svenja aufgekratzt war. Sie redete ununterbrochen, als wollte sie ihre Unsicherheit verbergen.
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