Tagelöhner

20 17-26 Minuten 0 Kommentare
Tagelöhner

Tagelöhner

A. David

In Jeffs Gehirn arbeitete es. Blitzschnell fasste er einen Entschluss. „Mein Vater ist nicht da. Er ist zur Polizei. Meine Mutter ist vor ein paar Tagen verschwunden. Ich gehe ihm zur Hand. Mein Name ist Jefferson Clarke. Worum geht es?“

Der Mann entgegnete, er wusste gar nicht, dass James einen Sohn hatte. Jedenfalls kam der Mann zur Sache. Er wolle seinem Vater einen Vorschlag machen und ihm die Esmaralda abkaufen. Er würde einen fairen Preis zahlen. Als Jeff fragte, warum jemand diesen Schrotthaufen haben wollte, erklärte ihm der Mann, dass er für eine große Reederei arbeitet. Er sei beauftragt worden, Schiffe aufzukaufen, um diese zu verschrotten. Dadurch würde das Transportangebot verringert und man könnte bessere Frachtraten erzielen. Das schien für Jeff Sinn zu machen.

„Wissen Sie, meinem Vater geht es nicht gut. Ich denke, als sein Sohn bin ich befugt, in seinem Namen zu verhandeln. Welche Summe schwebt Ihnen denn so vor?“

Der Anwalt überlegte kurz, dann nannte er 25 Pfund als angemessen. Jeff hatte keine Ahnung, was die Esmaralda wert war, aber das kam ihm extrem wenig vor.

„Das ist nicht akzeptabel. Mein Vater und ich müssen uns eine neue Existenz aufbauen. Und die anderen freien Schiffer werden nicht begeistert über diejenigen sein, die ihr Schiff verkaufen. Seien wir realistisch. Die Reederei, für die Sie arbeiten, will ja nicht nur bessere Preise durchsetzen, sondern auch die kleinen freien Schiffer vom Markt drängen.“

„Welche Summe halten Sie denn für fair, Mister Clarke?“ fragte Mallory, den Vorwurf überhörend.

Jeff überlegte kurz. Er wollte den Bogen auch nicht überspannen. „Ich halte 40 Pfund für fair.“

„Einverstanden“ sagte der Anwalt, „wir sind im Geschäft?“

Jeff bestätigte und ärgerte sich. So schnell, wie Mallory darauf eingegangen war, wäre wohl mehr drin gewesen. „Wie geht es jetzt weiter?“

Der Anwalt zog Papiere aus der Tasche.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 14094

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben