Unser Meeting hier in Tokyo in der Zentrale, war nun wieder einmal vorbei.
Der heutige Abend soll noch einem zwanglosen Treffen mit den Kollegen und der Geschäftsleitung und dem Besuch einer Vernissage über traditionsgemäße japanische Kunst vorbehalten sein. Aber der morgige Tag gehört jedem Einzelnen für Privates oder einfaches Relaxen am hoteleigenen Swimmingpool auf dem Dach des Wolkenkratzers. Hier in Tokyo wird jeder Quadratmeter Bodens ausgenutzt, daher ist der Pool am Dach und nicht neben dem Hotel. Ein gigantischer Ausblick über Tokyo!
Ich werde aber meine Zeit dazu nutzen, nach Kyoto zu fahren, um mich, wie nach jedem Meeting, dort frisch aufzuladen, den SPA-Bereich des Kleinen Teehauses zu genießen. Es ist nur für Frauen und Mädchen gedacht, Männer, außer dem Personal, sind dort ausgeschlossen. Da ich Verwandte in Japan habe, habe ich auch das Privileg, einen Tag zusätzlich anzuhängen und erst am nächsten Tag eine Maschine in die USA zu nehmen. Das ist Firmenpolitik!
Ich stehe nun bei einem der Stehpulte, habe ein Glas Sekt in der einen Hand und ein appetitliches Kanapee in der anderen, da treffen meine Augen auf die eines sehr eleganten Mannes im Smoking. Es durchfährt mich wie ein Stromstoß. Es sind Augen, die ich kenne und auch er hat mich offenbar erkannt. Er deutet eine leichte Verbeugung an, bleibt aber sonst ungerührt und plaudert weiter mit seinem Gegenüber und würdigt mich keines Blickes mehr.
Er sieht im Smoking und in dieser Umgebung so verändert aus. Ich kenne ihn entweder nur mit einem Kimono und einer weiten Hose, oder, je nach Situation, nur mit der weiten Hose und glänzendem, eingeölten Oberkörper. Es ist Tanaka, mein Masseur und Kenner meiner intimsten Geheimnisse, was meinen Körper, Erotik und meine Lust betrifft.
Tanaka, der Mäzen
"Das kleine Teehaus" in Kyoto
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Tanaka, der Mäzen
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