Tausch am Wochenende

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Saltena


Marion nahm die Erotik in der Luft fast physisch wahr. Seit Noemie ihre Wohnung betreten hatte, war da diese schwüle Lust in der Luft. Es sollte ein Dreier werden. Das war von Beginn an klar. Noemie war von Tom und Hanna geschickt worden, wie sie sich gestern noch einmal am Telefon ausgedrückt hatten – und die kleine Frau ihr gegenüber sei sich dem auch bewusst. Trotzdem fehlte ihr zunächst die Vorstellung, dass sich diese selbstbewusste und erfolgreiche Frau den Sex befehlen ließ. Tom und Hanna hatten ein paar Andeutungen in Richtung Vergangenheit gemacht. Noemie erzählte auch freimütig von der Entdeckung dieser Neigung. Mit dem damaligen Freund hat sie diese Rollenspiele getrieben, die selbst Marion schon mit Jan spielte: verbundene Augen, klare Ansprachen und das Telefonat mit Petra gehörten auch dazu. Doch für Noemie war es weiter gegangen. Es wurde eine Mischung aus psychischer und erst auch physischer Unterwerfung, wie ein Fallenlassen in andere Welten. Doch dann hat der Freund den Unterschied zwischen Wünschen, Sehnsüchten und Realitäten nicht mehr beachtet. Als es dann einmal sehr schmerzhaft ausartete, verflog der Reiz und der Freund war Geschichte. Doch die Sehnsucht war da. Tom und Hanna, mit der sie ewig befreundet waren, fingen zunächst das Seelendesaster auf und eröffneten dann behutsam die Spiele von neuem. Dass sie sich zu einem anderen Pärchen schicken ließ, war eine neue Volte. Doch das Vertrauen war groß und Jan und Marion waren vorab in hohem Maße gelobt worden.
Doch, fragte sich Marion, wie spielte man Unterwerfung. Sie hatte sich mit Jan gestern noch einmal unterhalten. Abgesehen von klassischem Verbot, etwas gegen den Willen des anderen zu tun, war sie ratlos. Klar war nur, dass eigentlich Noemie die Chefin im Ring war; eigentlich absurd, doch sie war die, die jederzeit aufhören konnte. Jans Ankündigung, ihm werde schon etwas einfallen, gab ihr eine Mischung aus Anspannung und freudiger Erwartung.

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