Tausend und eine Nacht

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Tausend und eine Nacht

Tausend und eine Nacht

Sabrina Loos

Ja, es war unbestreitbar. Ich hatte mein wildes Leben wieder aufgenommen. Bloß mit dem Unterscheid, dass ich jetzt wohlhabend war. Ich fragte mich, ob mich Scheich Rasul vergessen hatte. Schließlich hatte er das Appartement, in dem ich so komfortabel residierte, bezahlt. Zwar schuldete ich ihm laut Vertrag nichts, wie mir seine dritte Frau, Amal, versichert hatte, aber ehrlich gesagt vermisste ich ihn und seinen arabischen Krummsäbel ein wenig.
In Marrakesch hatte mir das Liebesspiel mit ihm sehr gut gefallen. Ich fragte mich, wo er jetzt war. Also beschloss ich, ihn einfach zu googeln. Ach du Scheiße! Er war in Paris! Mit wem wohl?
Also streifte ich mir ´ne Burka über und marschierte selbstbewusst in´s Lucretia. Stiegen die Scheichs aus Tausend und einer Nacht nicht immer da ab?
„Madame? Sie wünschen?“
Selbstbewusst behauptete ich, ich sei Scheich Ibn Hadids Ehefrau und hätte meinen Zimmerschlüssel verloren. Und voila, es klappte. Der Concierge händigte mir ohne mit der Wimper zu zucken den Schlüssel zu einer der Suiten aus.
Ich wartete unerträgliche drei Stunden, ehe du kamst. Ich wagte es nicht, mich einfach nackt in dein Bett zu legen, man konnte ja nie wissen…. Ich behielt sogar sicherheitshalber meine Burka an.
Du wirktest überrascht, als du endlich zu mir kamst, machtest aber keine Anstalten, den Sicherheitsdienst zu rufen. Wer weiß, was du im Schilde führtest…
Aber dann hobst du mich einfach so hoch und trugst mich wortlos zum Bett, wo du mich sanft absetztest. Du klapptest einfach meine blaue Burka hoch und versenktest dein herrliches silbernes Haupt in meinem Schoß.
Deine sanfte Zunge kitzelte meine Klitoris. Ich musste laut lachen, so dass mein Bauch auf und ab hüpfte. Du hieltest kurz inne. Deine Lippen, die von meinem Mösensaft glänzten, formten die Worte.
„Annabelle, meine Schöne! Ich habe dich vermisst!“
Danach machte er ungerührt weiter und leckte mich, bis ich dreimal hintereinander gekommen war. Dann erst zog er sich aus.
Er war etwas fülliger geworden, aber das stand ihm gut. Er ging ins Bad und ließ Wasser für ein Vollbad ein.
„Bestell Champagner und eine Kleinigkeit zum Essen!“, rief er mir von der Tür aus zu.
Ich tat, wie mir geheißen.
„Aber warum hast du mich nicht angerufen?“, fragte ich ihn ein wenig beleidigt.
„Nun, Cherie, ich hatte viel zu tun. Außerdem wusste ich nicht, ob ich dir willkommen bin.“
„Aber so ein Blödsinn!“, schmollte ich weiter.

Was soll ich sagen? Aus dem Abend wurde eine Nacht und aus der Nacht wurde ein Morgen. Rasul blieb ganze drei Tage in der Stadt der Liebe. Tagsüber ging er seinen Geschäften nach, aber in den Nächten war er ganz der Meine. Ich verwöhnte ihn und las ihm jeden Wunsch von seinen schön geschwungenen Lippen ab.
Als er mich verließ, weinte ich, aber nur ein bisschen. Drei Tage später stürzte ich mich wieder ins Getümmel. Rasul hatte mir ein paar sündige, neue Fummel spendiert. Die wollte ich den Männern nicht vorenthalten.
Was glauben Sie jetzt? Dass ich eine richtige Schlampe bin? Vermutlich haben Sie damit Recht. Aber was soll´s. Ich hab mir das alles nicht ausgesucht. Ich bin nur ´ne Romanfigur. Ich bin gezwungen, nach Sabrinas Pfeife zu tanzen. Wenn es ihr gefällt, dass ich mich verliebe, verliebe ich mich. Will sie mich leiden sehen, heule ich wie ein Schlosshund. Das ist beileibe kein Zuckerschlecken.
Vielleicht würde ich ja lieber was Vernünftiges mit meinem Leben anfangen anstatt immer nur rumzuficken. Kleinen süßen Waisenkindern helfen zum Beispiel oder wenigstens die Welt retten. Aber das erlaubt mir Sabrina nicht. Sie sagt immer nur „Sex sells.“ Vermutlich hat sie damit auch Recht.
Oder was sagen Sie?
Es war beinahe Mitsommer und an der Seine war mächtig was los. Die Hitze machte die Leute verrückt. Mich natürlich eingeschlossen. Träge lief ich den Uferweg entlang in meinem kurzen Kleid. Da lagen zwei junge Dinger, gerade mal Siebzehn oder Achtzehn, mitten auf dem Gehweg. Sie hatten ihre Tops ausgezogen und reckten ihre nackten Brüste nach oben. Das war vielleicht ein Anblick! Am liebsten hätte ich mich in die Mitte zwischen die beiden gelegt und ihre Brüste gestreichelt.
Ich lief weiter, suchte mir ein schattiges Plätzchen. Gleich in der Nähe hatten zwei Araber einen Klapptisch aufgebaut. Sie waren nackt bis auf ihre Badehosen und saugten zufrieden an ihren riesigen Wasserpfeifen. Als ich an ihnen vorbei stöckelte, sahen sie auf und musterten mich interessiert. Ich ließ mich ein wenig von ihnen entfernt in einem Liegestuhl nieder und streifte mein Kleid ab.
Ich war wohl ein wenig eingedöst. Ich hatte gerade von Rasul geträumt, wie er zuletzt im Lucrecia in seiner Hotelsuite hingebungsvoll meine empfindsamen Knospen liebkost hatte.
Da hörte ich eine Stimme. Ich sah auf. Der eine Araber von vorhin stand neben mir.
„Madame? Gestatten? Ich möchte sie gern ein wenig eincremen mit Creme Sonne. Ich nicht möchte riskieren, dass verbrennen Sie Haut. Das mich würde machen untröstlich.“
Amüsiert sah ich ihn an. Er erinnerte mich ein wenig an Rasul.
„Wo möchten Sie mich denn eincremen? Hier vielleicht?“
Ich tippte sacht auf meine weiche Warze, die sich prompt ein wenig aufrichtete.
Er fasste an seine schwarze Badehose und rieb sich energisch über seine Männlichkeit.
„Ja, warum nicht? Aber vielleicht besser, wenn wir warten, bis es ist etwas später Abend.“
Dieser Wink war schwerlich falsch zu verstehen. Und wenn ich es mir recht eingestand, ich brauchte männliche Zuwendung. Es heißt ja nicht umsonst: „Männerfinger ist der beste Busendünger.“ Also sollte der fesche Araberhengst ruhig mal loslegen. Ich schnappte mir meinen Liegestuhl und stellte ihn in die Mitte zwischen den beiden.
Langsam brach die blaue Stunde herein. Wir drei teilten einvernehmlich das Haschisch, das aus ihrer Pfeife strömte. Dann war es endlich dunkel und wir konnten richtig loslegen.
Der Jüngere, der mich angesprochen hatte, hieß Ali. Ali drapierte mein Kleid so über meinen Brüsten, dass die Passanten nicht allzu viel von dem mitbekamen, was wir drei uns zu treiben anschickten. Seine linke Hand schlüpfte darunter. Er hatte sein Badetuch über seinen Ständer gebreitet, den ich vorsichtig streichelte. Leise stöhnte er auf.
Das spornte mich weiter an. Ali zwirbelte geschickt meine Nippel.
Der andere machte sich in meinem Schoß zu schaffen, liebkoste meine kleinen Lippchen und streichelte meine Klitoris.
Inzwischen waren wir weitestgehend allein. Ali legte sich ins Gras. Nackt legte ich mich zu ihm. Der Andere hatte sich ebenfalls ausgezogen und legte sich dazu. Fasziniert betrachteten wir eine Weile die Sterne. Dabei streichelte Ali weiter meine Brüste und der andere meine Pflaume.
Ich zitterte wie Espenlaub und kam mit einer unvorstellbaren Intensität zum Höhepunkt. Ich wollte die Jungs nicht enttäuschen und stellte ihnen abwechselnd meine Möse zur Verfügung. Wir vögelten bis zur Morgendämmerung.
Und raten Sie mal! Am nächsten Morgen schmerzte erneut meine Scheide. Ich glaube echt, in Zukunft lass ich mich nur noch lecken.

Diese Geschichte ist im Sammelband „Blinde Gier“ für 0,99 € enthalten.
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