Sabine blickte ihn verwirrt an. „Keller? Apfelschorle? Ach so, ja, müsste noch da sein! Wieso war sie so durcheinander, fragte sie sich bestimmt. Tausendmal hatte Thomas schon vor ihr gestanden. Ja, und alleine war sie auch schon mit ihm gewesen. Was passierte da mit ihr?
Sie musterte seine Augen, sein verschwitztes Haar, die dunklen Brusthaare, die aus dem T-Shirt hervorstachen. Roch seinen Schweiß, blickte auf seinen Mund. Wie oft hatte sie das schon gesehen, wieso bemerkte sie jetzt erst, dass er ein äußerst attraktiver Mann war?
„Warte, ich zeige Dir im Keller, wo die… die Apfelschorle steht“, stotterte sie. „Ich ziehe mir nur schnell etwas an“. Bevor er reagieren konnte, eilte sie schon die Treppe hinauf.
Thomas blieb angewurzelt stehen. Man konnte ihm ansehen, wie er versuchte, die letzten Minuten zu verarbeiten. Wieso war plötzlich alles so anders? Mein Gott, wie aus heiterem Himmel war er heiß auf die beste Freundin seiner Frau. Das gab es doch nur im Kino. Aber ... was sollte er tun? Das Begehren nach einem Abenteuer hatte ihn offensichtlich übermannt, als sie im Handtuch eingewickelt vor ihm stand.
Mit Shorts und frischer Bluse bekleidet hastete Sabine die Treppe herunter. Sie mied seinen Blick und sagte so harmlos wie möglich: „Komm mit, wir haben im Keller noch genug Apfelschorle!“. Mechanisch folgte er Sabine in den Vorratskeller. Dort türmten sich kistenweise Getränke.
Er bückte sich, um einen Kasten hochzuheben und streifte dabei ihren Arm. Er ließ den Kasten wieder auf den Boden gleiten, richtete sich auf und schlang die Arme um sie. Fühlte ihren warmen und weichen Körper, roch den Duft ihres Haares und ihres Parfums.
Zuerst sah es aus, als ob sie sich wehren wollte, doch dann drückte sie sich an ihn. Lehnte den Kopf an seine Brust und strich mit ihren Händen über seinen Rücken. Mit einem Finger hob er ihr Kinn und presste seine Lippen auf ihre. Ihre Zungen berührten sich. Er zitterte. Einen derartig leidenschaftlichen Kuss hatte er offenbar lange nicht erlebt. Wie zwei Ausgehungerte fielen sie übereinander her. Er schob eine Hand unter ihre Bluse. Sie strich mit der Rechten zwischen seine Beine und spürte, wie sich in der Hose etwas aufrichtete.
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