„Stop, aufhören – so geht das nicht!“ empörte sich Karl und runzelte die Stirn. Jan faltete das Manuskript, richtete sich auf, hob unwillig den Kopf und sah Karl überrascht an. Bevor er etwas sagen konnte, reagierte Sandra schon: „Warum nicht?“ warf sie fragend in die Runde.
Karl nahm seinen abgekauten Bleistift aus dem Mund: „Gut, die Leute wollen Klischees, Sex sells – das ganze Programm… und Fremdgehen liegt sowieso im Trend!“, dabei schaute er Sandra herausfordernd an, „… aber, das geht zu schnell!“
„Also, mir gefällt der Anfang des Drehbuchs. Tausendmal berührt und nichts passiert, bis er seine Hand an ihre Brust führt!“ kicherte sie und ergänzte: „Ich denke, so sollten wir’s machen. Wird ein geiles Fernsehspiel für Zweiundzwanzig Uhr fünfzehn. Spießig, simpel und frivol“
„Ja, aber die Hand gleich unters T-Shirt schieben – das geht mir dann doch zu rasch, wo bleibt denn hier die Romantik, das langsame Entwickeln der Beziehung?“ entgegnete Karl brummig.
„Also mir gefällt’s, wenn ein attraktiver Mann im richtigen Moment seine schöne Künstlerhand unter meine Bluse schiebt!“ Verschmitzt blickte sie Karl in die Augen und nahm dann seine Hände ins Visier.
„Sandra, du bist verheiratet!“ empörte sich Jan.
„Aber gegen einen guten Fremdfick hatte ich noch nie etwas… zumindest nicht in meiner Fantasie!“
Jan und Karl schwiegen. Schließlich beendete Jan die Stille:
„OK Kinder, ich hab noch einen Termin mit dem Programmdirektor. Lasst uns als Hausaufgabe den Rest des Drehbuchs lesen, heut Nacht drüber schlafen und uns morgen neun Uhr an gleicher Stelle wieder treffen. In Ordnung?“
Sandra und Karl nickten und Jan verließ hastig den Besprechungsraum.
Sandra stand auf und ging zum Fenster. Sie spürte Karls Blicke auf ihrem Po. Sie schloss die Augen und hauchte leise: „Lust auf ein kleines Fickerchen, lieber Kollege?“
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.