Die Zauberhand erwies sich als die zärtliche Hand Belcorpas, die, wie von Phalu erwartet, wieder in dem Hohlraum des Göttinnenreliefs auf seinen Schwanz gewartet hatte. Seine Arme legte Phalu wie beim letzten Mal in die Ellbeugen der Statue. So stand der Spermat wieder wie am Ende der Läuterungszeremonie vor einigen Tagen in den Armen der Göttin.
Hunderte androphober Frauen betrachteten mit Gefühlen zwischen Abscheu und wollüstiger Gier die nackte Rückseite des Mannes.
»Wir begrüßen unsere Schwester Innocenta Peuri aus Nophalla zum feierlichen Samenempfang«, ertönte laut die Stimme der Oberpriesterin, als sich die Tür zum Altarraum wieder öffnete und die zu Begattende in Begleitung von zwei jungen Frauen hereinkam.
Sie trug ein weißes, langes, mit einem goldenen Gürtel geschmücktes Gewand, das sie sehr festlich aussehen ließ. Aber ihre Begleiterinnen zogen im Moment die ganze Aufmerksamkei der Gemeinde auf sich. Sie waren nämlich nackt. Die eine war hochschwanger und trug stolz ihren Kugelbauch vor sich her. Auf ihrem milchigweißen Leib fielen die dunklen, fast schwärzlich anmutenden Brustwarzen und ihre großen Höfe auf. Ebenso wie ihre lang auf die Schultern fallenden schwarzen Haare und das dunkle Dreieck zwischen ihren Beinen. Die andere junge Frau war blond, ebenfalls langhaarig und mit sehr weißer Haut. Auf ihrem Arm trug sie ein etwa einjähriges Baby, ebenfalls nackt, das sich an die weiche, große Brust ihrer Mutter kuschelte.
Die junge Mutter und die schwangere Frau sollten offenbar den Zweck des heutigen Rituals symbolisieren. Die beiden nackten Frauen führten Innocenta zur Rückwand des Altarraums, wo sich ihre Augen auf den nackten Mann hefteten. Sie sah ihren Begatter hier zum ersten Mal nackt beziehungsweise wenigstens seine Rückansicht.
Tempelfeier
Bei den Androphoben - Teil 20
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Tempelfeier
Lasst uns das Lob der Fruchtbarkeit singen,
wenn Priesterinnen einen Mann als Begatter bringen.
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