Tenniscracks

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Erwin G. Burmeister

Zum Glück hatte sie sich eine herausgefischt, die ein verstärktes Höschenteil, eine verstärkte Zehenpartie und sogar eine verstärkte Ferse hatte, eine Strumpfhose ganz nach meinem Geschmack also. Sie sah darin einzigartig toll aus, so richtig zum Anbeißen. Selbstverständlich verzichtete Gloria darauf, eine Hose oder Ähnliches darüber anzuziehen. „So, jetzt habe ich aber Hunger! Hast du einen Laden gefunden, wo wir Sushi bestellen können?“ Ja, das hatte ich. Wir gaben unsere Bestellung auf und warteten aufs Essen.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde klingelte es. Ich wollte mich gerade zur Wohnungstür begeben, aber Gloria war schneller und ging schnellen Schrittes zur Tür. Noch bevor ich eingreifen oder etwas sagen konnte, hatte sie diese geöffnet und erwartete den Essensboten. Sich schnell noch eine Hose überzuziehen, hatte sie nicht für notwendig erachtet. So stand sie dann da in der blanken Strumpfhose am Eingang meiner Wohnung, und ich dachte nur bei mir: „Meine Güte! Was mag der nur denken!“ Der Bote war ein braver Asiate mittleren Alters, dem das Staunen und die blanke Verzückung angesichts von Glorias sexy Aufmachung förmlich ins Gesicht geschrieben stand. Er konnte die Augen nicht von diesem Anblick lassen, ihm zitterten förmlich die Hände, als er das Essen abstellte und das Geld von Gloria entgegennahm. Die blieb vollkommen cool und tat so, als sei ihr Outfit das Normalste von der Welt. Mit einem verzückten Lächeln trat der Asiate den Weg nach unten zur Haustür an, nicht ohne noch einen scheuen Blick zurückzuwerfen.

„Na, diese Essenslieferung wird er wohl nie in seinem Leben vergessen!“, meinte ich, immer noch verdutzt, zu Gloria.
„Warum? Weil ich ihm 5 Euro Trinkgeld gegeben habe?“
„Wer weiß, vielleicht deshalb. Aber ich vermute eher, wegen etwas anderem.“

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