Mit einem Mal kam Gloria, noch in Trainingskleidung, in die Küche, schnappte sich eine Banane und goss sich ein Glas Orangensaft ein. Dabei warf sie mir einen Blick zu, in dem sich Leidenschaft, Sehnsucht und Entschlossenheit paarten. Spätestens jetzt wusste ich Bescheid.
Ich setzte mich an den Küchentisch, und auch Gloria nahm Platz, und zwar so, dass wir übereck saßen. Wir tauschten ein paar belanglose Floskeln aus, und plötzlich – was sah ich da? Gloria zog ihre weißen Tennissocken aus und hautfarbene Nylonfüße kamen zum Vorschein. Nicht nur das. Ungehemmt legte sie mir ihre Füße auf die Oberschenkel. Der Anblick ihrer Fußsohlen und ihrer schwarzlackierten(!) Zehen unter der Verstärkung ließ mein Glied auf fast schon ungeahnte Größe anschwillen. Das nennt man wohl einen Überraschungsangriff.
„Ich habe von Nina gehört, dass du letztens sehr ungehörig zu ihr warst und sie dich daher hart bestrafen musste,“ sagte Gloria in einem Tonfall, der streng klingen sollte.
„Oh ja, das stimmt. Und ich kann nur sagen: Die Strafe war echt hart. Um nicht zu sagen: knüppelhart.“ Ob sie die Doppeldeutigkeit verstand?
„Nun, mein Lieber. Auch ich habe etwas zu bemängeln, für das ich dich eigentlich bestrafen müsste.“ „Nanu? Ich war doch bisher immer total lieb und nett zu dir.“
„Na ja! Das meinst du vielleicht. Hast du eigentlich noch nie etwas davon gehört, dass man einer Dame die Autotür öffnet und ihr beim Ein- und Aussteigen behilflich ist? Und dass man ihre schwere Sporttasche unaufgefordert in den Kofferraum bringt?“
„Oh nein! Stimmt, das habe ich nicht getan! Es tut mir leid. Ich hoffe, ich komme um eine Strafe herum.“ Ich versuchte, so gut es ging, den Zerknirschten zu spielen. „Aber woher weiß ich eigentlich, dass du eine Dame bist?“
„WAAAAS?!? Das ist ja wohl unerhört.
Tenniscracks
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