Tenniscracks

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Erwin G. Burmeister

Mir blieb der Mund offen stehen, und sie genoß es sichtlich.

Da wir noch ein wenig Zeit bis zum Aufbruch hatten, fläzte sie sich ohne Schuhe aufs Besuchersofa, so dass ich beider Anblick in bestrumpften Füßen ausgiebig genießen konnte. Eine Fußmassage lehnte Nina allerdings ab, da sie befürchtete, sie könnte sich damit eine Laufmasche in ihrer sündhaft teuren Wolford einfangen.

Schließlich brachen wir dann auf, Nina zur Karnevalsfeier, Gloria und ich nach Hause. Auf der Heimfahrt gingen mir die Erlebnisse des Tages beständig durch den Kopf. Schon jetzt war dieses Wochenende so aufregend gewesen, dass ich bestimmt den kompletten Samstagabend sowie den Sonntag brauchte, mich davon zu erholen und die eindrucksvollen Geschehnisse sacken zu lassen.

Tie Break

Noch immer in Gedanken versunken, kam ich zuhause an und parkte meinen Wagen in der Nähe des Hauses. Ich freute mich schon auf einen ruhigen und entspannten Abend alleine daheim. Nanu, dort in der Nähe des Parkplatzes stand ein dunkelblaues Audi A4-Cabrio, genau so eines, wie Gloria fuhr. Zufälle gibt’s. Ein kurzer Blick aufs Kennzeichen – und hinter dem Steuer konnte ich dann eine ausgesprochen ansehnliche Blondine erkennen.


„Hallo Lutz! Lange nicht gesehen.“ Freudestrahlend stieg Gloria aus und ging auf mich zu. Mein verdutzter Gesichtsausdruck, mein offener Mund und mein Gestammel zeigten ihr: Diese Überraschung war ihr gelungen.
„Was … wie … woher weißt du denn, wo ich wohne?“
„Oh, die Adresse hat mir eine Freundin verraten!“ Weitere Fragen erübrigten sich damit.

„Äääh, ich bin total perplex. Aber du kannst gerne kurz mit hochkommen zu mir.“ Während ich diese Worte aussprach, ahnte ich bereits, dass es wohl eher nicht bei einem Kurzbesuch bleiben würde.

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