Tenniscracks

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Erwin G. Burmeister

Aufschlag

Am Tag nach dem ersten Treffen mit Gloria telefonierten Nina und ich ausgiebig miteinander. Sie kam direkt zur Sache: „Warum hast du mir eigentlich nichts davon erzählt, dass du Gloria früh morgens die Füße massiert hast?“
„Weil ich ein schlechtes Gewissen deswegen hatte. Ich fand die Situation schon ein wenig intim.“
„So ein Quatsch. Da brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Ich habe damit kein Problem.“
„Konnte ich das wissen?“
„Nein, natürlich nicht. Ich weiß, viele Frauen würden das nicht so entspannt sehen wie ich. Aber ich bin da anders.“
„Schön, habe ich dich wieder ein klein wenig besser kennengelernt.“ Sie war eben immer wieder für Überraschungen gut.
„Falls du dich wunderst, warum Gloria mir das erzählt hat: Wir erzählen uns alles. Wir haben keinerlei Geheimnisse voreinander. Wenn ihr also schon gestern miteinander gevögelt hättet…“
„Wie bitte? Was heißt ‚schon gestern‘? Das hört sich so an, als würde es zwangsläufig darauf hinauslaufen.“
„Mein lieber Lutz, du hast ihr außerordentlich gut gefallen. Wenn es so kommt, dann passiert es eben. Wenn ihr beiden Spaß miteinander habt…“
„Du siehst das ja erstaunlich locker. Hast du keine Angst, dass sie mich dir ausspannt?“
„Ach, was. Da mache ich mir überhaupt keine Sorgen.“ Ich konnte beim besten Willen nicht nachvollziehen, warum Nina das alles so gelassen betrachtete.

„Übrigens möchte sie mich nächstes Wochenende gleich wieder besuchen kommen. Und sie würde sich sehr freuen, wenn du wieder mit dabei wärst.“ Hörte ich da etwa leise schon draußen die Nachtigall trapsen?
„Ich habe allerdings am Samstag ein wichtiges Meisterschaftsspiel mit meiner Tennismannschaft. Und abends dann die Karnevalsfeier vom Tennisclub. Wir würden uns dann freitagsabends treffen. Bis Samstagnachmittag könnt ihr dann bei mir bleiben, dann werfe ich euch raus.“

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