Terzett

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Rosentraum

Es ist ein Punkt inmitten zweier Lippen, der nicht größer als eine Rosine zu sein scheint. Sein Geschmackt ist kaum zu beschreiben. Aber er vermittelt die Illusion einer endlosen angenehmen, geilen Unterhaltung. Bisweilen zieht sich dieser Punkt wie von einem zarten Vibrieren getrieben zurück, um dann um so sehnsüchtiger und heftiger bittend wieder eine Fortsetzung der Unterhaltung zu suchen.
Meine Sinne vereinen sich zu einer Symphonie der Ovationen. Ein tiefer Seufzer drängt aus den Tiefen meines Zwerchfelles hervor. Mein männlicher Freund öffnet sich in der Wärme und Geborgenheit des ihn umgebenden Paradieses.
Meine Hände greifen nach oben, als wöllten sie den Takt der Wollust dirigieren. Auf ihrem Weg in den Himmel der Wollust berühren sie zwei andere Hände. Sanft vergraben sich die Finger ineinander, und bringen mit ihrem Druck alle Gefühle und Sehnsüchte füreinander zum Ausdruck. Eine sanfte Stimme, wie durch Wattewolken geflüstert erreicht mich, und ruft: „Marc, ich möchte mit Dir ins Bett gehen. . ., ich möchte mit dir schlafen gehen . . .„
Was war das? Oh ja, sicher, die Stimme meiner liebsten Sue. Mit einem Klang wie Engelstrompeten in der orgelgleichen Harmonie aller Töne rief sie mich so aus meinem Traum zurück. Langsam öffne ich die Augen. Jetzt nur keinen Filmriss riskieren. Ich blicke in das wunderbare, verführerische Lächeln meiner Sue. „Du warst wohl ein wenig eingeschlafen.“ Vorsichtig nimmt sie mir die Kopfhörer von den Ohren, und haucht mir zärtlich einen Kuss auf meine Stirn. Ich schaue schlaftrunken in ihre lieblichen blaugrünen Augen, und entdecke in ihrem Blick jenen Funken, mit dem sie bei mir jederzeit das Feuer für sich entfachen kann. „ Ja“ sage ich, „Ich war wohl ein wenig eingeschlafen.“ . . . „Aber, ich hatte einen wunderbaren Traum.“ . . .
Auf dem Weg in unser Schlafzimmer beginne ich ihr, von meinem wunderbaren Traum zu erzählen . . .„Wer die Wärme spüren möchte,
darf nicht in die Kälte greifen.
Wer die Kälte verstehen will,
muss die Wärme gespürt haben.“

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Gedichte auf den Leib geschrieben