Maggie kam dazu, schob sich zwischen die beiden Mädchen. Sie funkelte Tina wütend an, schrie dabei: „Spinnst du jetzt total? Wieso hast du das gemacht? Du kannst Charlie nicht einfach eine klatschen, du doofe Kuh! Lass sie bloß in Frieden, sonst kriegst du es mit mir zu tun…“
Tina wich zurück, wollte sich mit Maggie nicht anlegen. Margot war kräftig, hätte sie locker niedergerungen. Jetzt kam auch noch Lotte ins Zimmer, die Charlie in den Arm nahm. Tina schlug die Tür zu, ehe sie nach draußen rannte. Die drei Mädchen sahen ihr verdutzt nach. Was war da nur los?
Charlotte erzählte den anderen, was geschah. Maggie schüttelte den Kopf, ehe sie allen Anwesenden aus der Seele sprach: „Tinchen braucht eine Lektion, Mädels! Wir lieben sie alle, das ist ganz klar, aber das kann sie nicht bringen. Wer dafür ist, dass wir ihr die Hosen strammziehen, soll die Hand heben. Ich bin jedenfalls dafür, dass wir Tina übers Knie legen. Eine nach der anderen. Was sagt ihr?“
Lotte hob sofort ihre Hand. Charlie zögerte noch, dachte darüber nach. Ihre Wange tat weh, da Tina fest zugeschlagen hatte. Sie fragte sich, was in Tina fuhr, dass sie sich so aufführte? Vielleicht hatte Maggie recht, dass ein Povoll Tina wieder auf den Boden brachte. Sie hob ihren Arm, stimmte damit Tinas Abreibung zu. Die Mädchen beschlossen, dass sie es bald kriegen sollte, am besten sofort. Charlie ahnte, wohin sich Tina verzogen hatte. Die Hütte im Wald war ihr Lieblingsplatz.
Tina saß heulend in der Blockhütte, fühlte sich völlig unverstanden. Sie wollte Charlie doch gar nicht hauen, das war einfach so passiert. Ihre dominante Neigung machte ihr zu schaffen, die sie seit Erwins Züchtigung an sich entdeckt hatte. Sie mochte den Jungen sehr gern, aber war er auch der geeignete Mann für sie? Tina schüttelte es, so sehr musste sie heulen. Selbstmitleid und unerfüllte Sehnsüchte bildeten eine verhängnisvolle Allianz, der sie kaum noch Herr wurde.
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