Emet trat nur dorthin, wo es echt weh tut. Drei der Kerle gingen zu Boden, noch bevor sie überhaupt merkten, wie ihnen geschah. Schlimme Tritte in Gemächt, Sternum und Kehlkopf hatten schlimme Folgen. Der vierte allerdings bekam Emet an von hinten an den Armen zu fassen und gegen diese mächtigen Muskeln hatte sie es schwer. Der letzte unversehrte Mistkerl trat an sie heran und packte sie schmerzhaft an den Haaren. Na, mein Täubchen, jetzt siehst du ein, dass du besser gehorsam gewesen wärst! Emet liebte ihre langen schwarzen Haare, aber beim Raufen waren sie einfach ein Wettbewerbsnachteil. Wütend versuchte sie, ihn in den Hals zu beißen, aber sie reichte nicht heran an das miese Schwein. Er schüttete sich aus vor Lachen, zerrte noch fester an ihren Haaren und fasste mit der anderen Hand an ihre silbernen Brustschalen. Emet war wehrlos, und das konnte sie ganz schlecht ertragen. Darum fiel ihr der Entschluss leicht, mies zu sein. Im Griff des Muskelprotzes konnte sie ihre Arme nicht zur Gegenwehr einsetzen, aber ihre Finger zogen das kleine, nur fingerlange Messer aus dem querliegenden Geheimfach unterhalb ihres Gürtels auf der Rückseite ihrer Lederhose. Mit einem Ruck stieß sie ihm die Klinge zwischen Harnisch und Gürtel in den Bauch. Er jaulte auf und ließ los. Blitzschnell stieß sie es ihrem Gegenüber unterhalb des Schlüsselbeins in die Schulter, dass das Blut spritzte, trat ihm ins Gemächt und rammte ihm den Ellbogen ins Gesicht. Sein Nasenbein knackte hörbar, er sackte zusammen und wälzte sich auf dem Boden. Emet kniete sich auf seine Schultern, fixierte seine unverletzte Hand mit ihrer Linken und hielt ihm die Klinge knapp vor sein linkes Auge. Ich drück sie dir bis ins Hirn, wenn ihr nicht sofort verschwindet! Ich meine es ernst! Ihr überlebt es nicht!
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