Theken Bekanntschaften

Amazonengeschichten - Im Land des Nordens - Teil 2

23 7-12 Minuten 0 Kommentare
Theken Bekanntschaften

Theken Bekanntschaften

Stayhungry

Emet empfand unbändige Lust, so hart von hinten genommen zu werden. Der Junge war auf den Geschmack gekommen. Von ganz allein begann er nicht lange nach seinem zweiten Erguss an Emet rum zu fummeln, sie zu lecken und so hin zu drehen, wie er am besten weitermachen konnte, auf alle Viere nämlich und dieses Mal drang er einfach fordernd in sie und stieß und stieß. Jetzt fickte er ausdauernd, denn er hatte sich ja schon zweimal verspritzt in ihr. Ganz so wichtig war dieser Akt gar nicht mehr für Emet, denn viel Samen würde da nicht mehr kommen. Aber diese dritte Begattung in einer Nacht tat ihr einfach gut, von einem harten Schwanz nachhaltig so richtig durchgevögelt zu werden. Sie war sehr zufrieden mit ihrer Geduld, ihn nach dem ersten, hektischen und für eine Dame wenig Gewinn bringenden Kurzstreckenrammeln nicht der Liegestatt verwiesen zu haben. Ja, Emet war eben schon eine sehr erfahrene Frau, trotz ihres jugendlichen Alters. Und das war das Gute an jungen Männern: sie wissen nicht so recht, was sie tun, aber sie tun es die ganze Nacht!

*

Die Gruppe Händler zog mit dem Jungen von letzter Nacht weiter, in die falsche Richtung. Leider, denn Schutz hätte das Häuflein gebrauchen können und so ein jugendlicher Liebhaber konnte ja die Langeweile des Tages in der Nacht gutmachen. Traurig verabschiedeten sie sich und Emet flüsterte ihm ins Ohr: vergiss mich nicht, versprich es mir! Wie hätte er das gekonnt? Aber es tat ihm gut und er gelobte: Niemals werde ich dich vergessen! Emet wusste, sie hatte sein Herz gebrochen. Aber jetzt war er ein Mann, der wusste, was es hieß, ein eigenes freies Leben zu ersehnen. Er würde irgendwann darum kämpfen und sie wünschte ihm wahrlich Glück dabei.

Emet hatte ein Faible für Verlierer. Mochten starke Krieger durchaus zu Recht von sich überzeugt sein, in Emet weckten sie vor allem die Rauflust, und der gab sie sich nur zu gern hin. Nicht, dass sie ebenbürtiqen Männern nichts abgewinnen könnte, und so machen Ritters Stab hatte ihre Muschel schon empfangen. Aber ganz unbegründet war Emets Abneigung nicht. Erfolgreiche Anführer waren meist von sich eingenommen, Berufskrankheit. Statt echtem Respekt, dieser Achtung des Anderen, die sich nicht auf Macht, Stellung oder Reichtum gründete, fand sich meist der Wille, die Kräfte zu messen und die Rangfolge zu klären. Diese wilde Art der Begegnung der Geschlechter lag ihr nur in den gereizten Tagen vor den Tagen und war für den Wunsch nach einem Kind nicht hilfreich. In ihren fruchtbaren Tagen aber entwickelte sie diese menschenfreundlichen, liebevollen Züge, die sich nach einem kongenialen Partner sehnten. Und das war auch gut so, denn diese Charakterzüge wünschte sie ihren Kindern.

Mike war so ein liebenswerter Versager. Es muss wohl eine ganz andere Welt gewesen sein, in der er so unbekümmert trottelig überleben konnte, aber er war aufrichtig, einfühlsam, leidenschaftlich und klug. Wie sonst hätte er, nachdem er sich mit den vielen Begattungen auf ihrer Flucht so unsterblich in sie verliebt hatte, hinnehmen können, dass sie ihn nicht liebte. Kein Wunder, dass Hartil, ihr Gefährte, sein Freund wurde. So unterschiedlich sie waren, so hatten sie doch etwas gemeinsam.

Emet suchte wieder einen Mann für die Fruchtbarkeit, aber sie suchte vor allem echte Sympathie und immer ein bisschen Verlieben. Gut, es musste kein Verlierer sein, es reichte, wenn es sich um einen netten, einfühlsamen, zärtlichen, liebesdurstigen, einfallsreichen, ausdauernden Liebhaber handelte. Mehr erwartete sie ja gar nicht. Und die gab's doch wie Sand in dieser verdammten Wüste!

Emet musste warten auf eine Karawane, die nach Norden zog und Begleitschutz gebrauchen könnte. So trieb sie sich in der Gegend der Oase herum, schwamm ausgiebig und studierte die täglich wechselnden Bewohner dieses Knotenpunktes vieler Reisewege. Dann, am dritten Tag ihres Aufenthalts, trafen zwei große Händlerzüge ein und in dem verschlafenen Nest pulsierte plötzlich ein buntes, vielfältiges Leben. Jetzt musste Emet herausfinden, wer wohin zog und ob sie Anstellung finden könnte.

*

Der durchtrainierte, wettergegerbte Typ an der Theke mit seinen dunkelblonden, zerzausten Haaren und den nachdenklichen Augen fiel Emet sofort auf, als sie abends die Schänke betrat. Er war sicher ein besserer Gesprächspartner als das lärmende, alkoholisierte Volk, das sich hier drängte. Und vielleicht ließ sich eine Unterhaltung ja an anderem Ort im wahrsten Sinne des Wortes fruchtbar fortsetzen. Emet bahnte sich den Weg auf ihn zu und er hatte ihr verschmitztes Lachen bereits bemerkt. Ihrer beider Augen waren sich schon nah, da hatte sie noch einige muskulöse, verwegene Typen zur Seite zu schieben. Die aber dachten nicht daran, sich einer Dame gegenüber respektvoll zu zeigen, sondern machten und tatschten sie an.

Hey Jungs, maulte Emet noch in gut gelaunter Kumpelhaftigkeit, ich bin nicht grundsätzlich abgeneigt und ich vertrag auch was. Was ich aber nicht verputzen kann, ist mangelnder Respekt! Und meine Entscheidung habe ich schon getroffen, also verzieht euch! Das wiederum stachelte die Selbstgefälligkeit nur an. Hey Täubchen, du brauchst einfach einen richtigen Mann, der dich zureitet! grölte der Wortführer und seine Kameraden priesen sich vielstimmig als ebenso geeignet für das vorgeblich Nötige. Ich habe euch gewarnt! drohte Emet mit strengem Blick und spitzem Zeigefinger in die Runde. Natürlich war ihr klar, dass sich die grobschlächtigen Kerle von einer solchen Zurechtweisung nicht beeindrucken lassen würden. Sie rückten näher, umringten Emet und versuchten, sie zu packen. Und das Objekt ihrer Begierde? Lehnte sich einfach
grinsend zurück und sah zu, was passieren würde.

Emet trat nur dorthin, wo es echt weh tut. Drei der Kerle gingen zu Boden, noch bevor sie überhaupt merkten, wie ihnen geschah. Schlimme Tritte in Gemächt, Sternum und Kehlkopf hatten schlimme Folgen. Der vierte allerdings bekam Emet an von hinten an den Armen zu fassen und gegen diese mächtigen Muskeln hatte sie es schwer. Der letzte unversehrte Mistkerl trat an sie heran und packte sie schmerzhaft an den Haaren. Na, mein Täubchen, jetzt siehst du ein, dass du besser gehorsam gewesen wärst! Emet liebte ihre langen schwarzen Haare, aber beim Raufen waren sie einfach ein Wettbewerbsnachteil. Wütend versuchte sie, ihn in den Hals zu beißen, aber sie reichte nicht heran an das miese Schwein. Er schüttete sich aus vor Lachen, zerrte noch fester an ihren Haaren und fasste mit der anderen Hand an ihre silbernen Brustschalen. Emet war wehrlos, und das konnte sie ganz schlecht ertragen. Darum fiel ihr der Entschluss leicht, mies zu sein. Im Griff des Muskelprotzes konnte sie ihre Arme nicht zur Gegenwehr einsetzen, aber ihre Finger zogen das kleine, nur fingerlange Messer aus dem querliegenden Geheimfach unterhalb ihres Gürtels auf der Rückseite ihrer Lederhose. Mit einem Ruck stieß sie ihm die Klinge zwischen Harnisch und Gürtel in den Bauch. Er jaulte auf und ließ los. Blitzschnell stieß sie es ihrem Gegenüber unterhalb des Schlüsselbeins in die Schulter, dass das Blut spritzte, trat ihm ins Gemächt und rammte ihm den Ellbogen ins Gesicht. Sein Nasenbein knackte hörbar, er sackte zusammen und wälzte sich auf dem Boden. Emet kniete sich auf seine Schultern, fixierte seine unverletzte Hand mit ihrer Linken und hielt ihm die Klinge knapp vor sein linkes Auge. Ich drück sie dir bis ins Hirn, wenn ihr nicht sofort verschwindet! Ich meine es ernst! Ihr überlebt es nicht!

Ist ja gut, Schwester, du hast gewonnen! schnaufte der unterlegene Rabauke mit verhaltener Wut. Emet tat ihm nochmal weh im Nerv des Ellbogengelenks, das lähmte den Arm und war auch gleich noch eine weitere Warnung. Dann gab sie ihn frei und er trollte sich zu den anderen. Üblicherweise war so eine Sache damit auch gegessen, nur manchmal suchten Uneinsichtige einen zweiten Durchgang. Emet orderte eine Runde Bier für die arg Gebeutelten und prostete ihnen lachend zu, was sie etwas muffig erwiderten. Vorsichtshalber trank sie von dem ihren nur einen kleinen Schluck. Zum Schutz vor weiteren Überraschungen musste sie einen klaren Kopf bewahren.

Ich bin beeindruckt! gestand der attraktive Mann an der Theke und prostete ihr seinerseits zu. Netterweise hast du dich nicht eingemischt, sonst hättest du mich um meinen Erfolg gebracht! grinste Emet ihn an, setzte sich neben ihn und ließ ein bisschen offen, ob das ein Vorwurf oder echte Genugtuung war. Oh, sie hätten dir nicht ernsthaft etwas tun dürfen! antwortete er, sonst hätten sie sich eine neue Anstellung suchen müssen. Emet runzelte die Stirn. Ich bin Marus und die Flegel gehören zur Schutztruppe unserer Karawane. Nur muss ich mich fragen, ob ich nicht besser dich anheuern soll, so schnell wie du mit ihnen fertig geworden bist! Emet lachte und rückte näher an ihn heran. Das ist eine von mehreren Fragen, die ich heute Abend klären wollte. Gut, den Job hast du! Und was möchtest du sonst noch von mir? fragte er spitzbübisch und Emet bemerkte seine Gänsehaut, als ihrer beider nackte Arme sich berührten. Das sollten wir nicht hier vertiefen, flüsterte sie und ihr ernster Blick sagte mehr als ihr freundliches Lächeln, was das bedeutete. Das hört sich sehr gut an! bekräftigte Marus ruhig und stieß an mit ihr auf diesen Abend - und die Nacht!

*

Marus wirkte nicht ausgehungert und nichts verriet, ob diese überraschend zugefallene Aussicht auf eine Liebesnacht ihn anregte oder gar aufwühlte. Er drängte nicht zum Aufbruch ins Liebeslager, obwohl Emets Blick in seinen Schritt verriet, dass seine Männlichkeit nicht an Nachtruhe dachte. Sie plauderten über das Woher und Wohin und seine Komplimente gingen Emet wirklich nah, weil er sie so beiläufig und absichtslos äußerte. Er berührte sie, am Arm, am Rücken, im Nacken und sie kam ihm in gleicher Weise näher. Erste zarte Küsse jagten ihr Schauer über den Rücken und schließlich flüsterte sie ihm zu, es ist Zeit! Ja, das spüre ich auch, lachte Marus. Arm in Arm gingen sie zum Ausgang und alle traten zur Seite: Nur kein Neid! empfahl Emet ihren Kneipenturnierpartnern. Die paar muffigen, unverständlichen Kommentare machten sie fast so zufrieden wie ihre erregte Vorfreude. Aber nur fast!
In ihrer Kammer angekommen, nahm Marus Emet einfach ruhig in den Arm. Er küsste sie sanft und dennoch fühlte sie seine Kraft und sein Verlangen. Sie sanken auf das Bett und begannen zu schmusen und einander langsam auszuziehen. Das war mit ihrer und seiner Ledermontur gar nicht so einfach, aber sie hatten ja Zeit. Marus hatte eine wirklich kräftige Erektion, sein respektables Glied stand sehr aufrecht und sehr gerade. Emets Hände wanderten unter den Küssen von Marus über seinen Rücken, sein Haar und letztlich doch zielstrebig zu diesem Wonnen verheißenden Knüppel. Sanft umfing sie ihn, streichelte, lockte, aber tat nichts, was einen vorzeitigen Erfolg und damit Misserfolg hervorrufen könnte. Emet war jetzt schon ziemlich erregt, denn Marus führte seine Hände sanft, aber sehr ansprechend über ihren Rücken, ihre Pobacken, in die Polfalte und schließlich an ihr feuchtes Geschlecht. Er rieb und streichelte, drückte, fingerte und glitt dann langsam in sie. Emet spürte nur ihn und sein Geschlecht und ihre Lust. Sie nahm ihre Schenkel weit auseinander für seinen ansteigenden Rhythmus und ließ sich einfach fallen. Marus hatte keine ausgefallene Turnerei nötig, seine Hände, Arme, Lippen, Zunge waren überall an ihr und überall fühlte sie ihn, am meisten aber in sich. Und er ließ sich Zeit und schien ewig in ihr verweilen zu wollen, kreiste und stieß und Emet kam tatsächlich schon wimmernd, bevor er noch zum letzten Stakkato angesetzt hatte. Als Emet ein weiteres Mal von einer Welle durchflutet wurde, kam Marus mit ihr und besamte sie. Er blieb einfach liegen auf ihr, ließ sein Glied erschlaffen in ihrem Schoß und beschmuste zärtlich ihren Hals. Eigentlich war Emet rundum zufrieden und erschöpft. Selbst sein Gewicht störte sie nicht, denn er nahm mit Armen und Beinen das meiste von ihr weg, er wollte sie nur ganz bedecken. Dennoch bat sie ihn, sie zu lecken und ein bisschen ärgerte sie sich über sich selbst, so zwanghaft Gewohntes abzuarbeiten, wo eh doch alles wunderbar war.

Emets Sorge war umsonst. Marus nahm ihren Wunsch ruhig aber durchaus erfreut auf und tat ihr gut. Dass er nicht mehr so erregt war, tat dem Ganzen keinen Abbruch. Im Gegenteil, er war ganz bei ihr und ihrem Fühlen und was Emet nicht vermutet hatte mit diesem vertrauten Fremden, es gab tatsächlich noch eine Steigerung im Fühlen, Erleben, in der Ekstase. Nach dieser endlich fielen sie in traumlosen Schlaf, nur unterbrochen von gelegentlichem Erneuern der Umarmungen im Schlummer nackte Haut an nackter Haut.

*

Das mit dem Anheuern in der Truppe ging trotz Marus' Entscheidung nicht so ganz glatt über die Bühne. Eine Frau? Du kannst doch kaum die Messerchen tragen, die du für Schwerter hältst! höhnte einer aus ihrer neuen Truppe. Emet runzelte nur die Stirn und sah ihm wort- und furchtlos in die Augen. Aber noch bevor sie sich entscheiden konnte, ob sie erwidern sollte, flüsterte ihm ein anderer etwas ins Ohr und er trollte sich. Er war wohl über die Kneipenrauferei gestern Nacht in Kenntnis gesetzt worden. Ja, jetzt freute sich Emet. Die groben Kerle waren keine echte Gefahr, sondern, was die Geschlechterrollen anbelangte, eben Hohlköpfe. Das versprach ein paar nette Raufereien, was so eine langweilige Karawanenreise echt erträglicher machte.

Und Marus würde sie schon noch ein paar Mal zwischen die Beine bekommen in der nächsten Zeit, da hatte sie ein echt gutes Gefühl!

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 9409

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben